/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Abo aktivieren

Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
zum ePaper

Rubriken



|   Sport

Alex Wilson von seiner Unschuld überzeugt

Alex Wilson kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Gegenüber Keystone-SDA nimmt der mit Dopingvorwürfen konfrontierte Basler Sprinter nun Stellung zu den Vorwürfen.

Keystone-SDA

Dass die Zeitmessanlage beim Meeting in Atlanta nicht dem Standard entsprach und ihm sein Europarekord über 100 m deswegen aberkannt wurde, dafür kann Wilson nichts. Dass er sich während des Trainings in den USA mit einem gesperrten Trainer zumindest unterhielt und sich dabei auf Video aufnehmen liess, war mindestens ungeschickt.

Nun könnte der sympathische Leichtathlet mit dem Dopingverfahren aber ernsthafte Probleme kriegen, selbst wenn sich die auf den ersten Blick abenteuerliche Theorie, die verbotene Substanz Trenbolon sei via kontaminiertes Rindfleisch in seinen Körper gelangt, erhärten sollte.

Alex Wilson ist überzeugt von seiner Unschuld und geht mit dem Fall, ähnlich wie Kariem Hussein letzte Woche, offen um. "Ich konnte es (seine Unschuld - Red.) glaubhaft beweisen und habe von der Disziplinarkommission Recht erhalten. Sie hat meine provisorische Sperre aufgehoben", so Wilson im Interview.

Vorwürfe in Richtung WADA

Nach dem positiven Testergebnis und der Auferlegung der provisorischen Sperre legte Wilson bei Antidoping Schweiz Einsprache ein. Er beauftragte unter anderem ein unabhängiges Institut für die Analyse seiner Haare. Das Resultat dieser Untersuchung habe seine Vermutung untermauert.

Der Welt-Anti-Doping-Agentur und World Athletics macht Wilson Vorwürfe. "In der Schweiz machen wir alles mit rechten Dingen. Sie hätten das nicht noch einmal anfechten sollen, das ist nicht korrekt von ihnen. Es ist unfair", so Wilson. Trotzdem ist er froh, hat die Ungewissheit nun ein Ende: "Es war heftig. Die letzten Tage waren die Hölle. Es ist nun gut, dass ich mich nicht mehr jeden Tag damit beschäftigen muss."

Er schaut nach vorne

Einen allfälligen Imageschaden für sich und die Schweizer Leichtathletik befürchtet der gebürtigen Jamaikaner nicht: "Weshalb sollte mir das schaden? Was mir passiert ist, kann jedem passieren. Niemand kann mir vorwerfen, wenn ich Fleisch esse. Fleisch ist vollgestopft mit allem Möglichen, was man nicht weiss."

Auch wenn noch kein Urteil gefällt ist, schaut Wilson bereits wieder nach vorne. An seinem Ziel, bis zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris weiterzumachen, halte er fest. "Da bin ich 33 Jahre alt und sicher noch fit."

Zurück