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|   Region SDA

Bündner Impfkampagne kommt auf Touren

Mit dem Impfen gegen das Coronavirus soll es in Graubünden nun schneller vorangehen als erwartet. Dem Kanton wurden grössere Impfstofflieferungen zugesagt. Bis Ende Juni sollen alle Impfwilligen ihre erste Coronaimpfung erhalten.

Keystone-SDA

"Es geht jetzt richtig los mit dem Impfen", sagte Kantonsärztin Marina Jamnicki am Donnerstag vor den Medien in Chur. Graubünden seien deutlich höhere Impfstofflieferungen versprochen worden als bisher.

In der kommenden Woche werde eine Impfstofflieferung mit rund 15'000 Impfdosen erwartet. Bis Ende Juni 2021 rechne der Kanton mit der Lieferung von insgesamt 184'000 Impfstoffdosen.

Diese Impfstoffmenge sollte ausreichen für alle der knapp 200'000 Einwohner Graubündens, die sich impfen lassen wollen. Aktuell ist das laut der Kantonsärztin etwa die Hälfte der Bevölkerung. Zudem werden Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre vorerst nicht geimpft.

"Wir stehen vor einer Grossaktion", betonte Jamnicki. Zehntausende Personen würden nun in die regionalen Impfzentren gehen.

Die Impfzentren werden nun hochgefahren und zum Teil ausgebaut. Zudem sollen jetzt auch Hausärzte in die Impfkampagne eingebunden werden.

Geimpft wird dem Alter nach

Anlässlich der kommenden Massenimpfungen passt der Kanton seinen Impfplan an. Neu wird auch die Bevölkerung unter einem Alter von 65 Jahren nach Altersgruppen priorisiert.

Damit sollen auch diese Menschen gestaffelt nach ihrem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf immunisierst werden. Das Prinzip lautet "Ältere vor Jüngeren".

Es habe sich im Verlauf der Pandemie gezeigt, dass das Risiko für schwere Corona-Erkrankungen sukzessive mit dem Alter zunehme, erklärte die Kantonsärztin. Zudem würden auch chronische Erkrankungen als weiterer Risikofaktor ebenfalls mit dem Alter zunehmen.

Einen bevorzugten Zugang zur Impfung erhält das Gesundheitspersonal. Es kann sich, ebenso wie Personen ab 45 Jahren, seit Donnerstag für eine Impfung voranmelden.

Maskenpflicht für Primarschüler wird aufgehoben

Gute Nachrichten von der Corona-Front gibt es im Bündnerland auch für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Primarklasse. In Schulen, die sich an den regelmässigen Testungen beteiligen, müssen sie keine Masken mehr tragen. Für die Lehrpersonen gilt die Maskenpflicht aber weiter.

Den Entscheid begründet die Bündner Regierung mit dem positiven Einfluss der kantonalen Teststrategie. Mit den wöchentlichen Schultestungen stehe ein Instrument zur Verfügung, um rasch Coronafälle zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Rund einen Monat nach dem Start dieser flächendeckenden Massnahmen nehmen über 95 Prozent der Volksschulen daran teil.

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