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Bündner Wölfe folgen dem Wild in Siedlungsnähe

Mit dem Wintereinbruch muss in Graubünden laut der Wildhut mit vermehrter Anwesenheit von Wölfen in Siedlungsnähe gerechnet werden. Für Menschen soll dadurch aber keine erhöhte Gefahr entstehen.

Keystone-SDA

Die Grossraubtiere folgen auch im Winter ihrer Beute, dem Schalenwild, wie das Amt für Jagd und Fischerei am Mittwoch mitteilte. Hirsche und Rehe beziehen mit dicker werdender Schneedecke ihre Wintereinstände in tieferen Lagen und halten sich näher bei den Dörfern auf als im Rest des Jahres.

Um Begegnungen mit Wölfen in Siedlungen zu vermeiden, empfiehlt die Wildhut, mögliche Futterquellen für das Schalenwild, aber auch für die Wölfe, konsequent zu entfernen. Fänden die Grossraubtiere in Siedlungen nutzbare Futterquellen, könne das mittelfristig zu einer Gewöhnung an den Menschen führen. Dies könnte dann zu potentiell gefährlichen Situationen führen.

Grundsätzlich sei das winterliche Näherrücken der Wölfe an die Siedlungen aber nicht gefährlich für Menschen, hiess es. Freizeitaktivitäten könnten unverändert durchgeführt werden. Das Amt für Jagd verweist zudem auf sein Merkblatt mit Verhaltensempfehlungen für Begegnungen mit Wölfen.

Wer einem Wolf in Siedlungsnähe begegne, soll das "unverzüglich" der lokalen Wildhut melden. Diese würde Wölfe in der Nähe von Dörfern "wenn immer möglich" vergrämen.

In Graubünden leben zurzeit sechs Wolfsrudel sowie das Morobbia-Rudel im Grenzgebiet zum Tessin und zu Italien. Seit Beginn des Jahres wurden im Bündnerland 42 verschiedene Wölfe mittels Genetik nachgewiesen, wie Arno Puorger vom Amt für Jagd und Fischerei auf Nachfrage von Keystone-SDA schrieb. Zusammen mit den nicht identifizierten Wölfen seien im Kanton mit hoher Wahrscheinlichkeit über 60 Wölfe heimisch.

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