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Clowns, Mafia, der Knöchel des Nation und ein Schneeschaufel-Verbot

Die National Football League (NFL) steht für spektakuläre Bilder und kuriose Geschichten. Am Sonntag geht es mit den Halbfinals in die entscheidende Phase.

Keystone-SDA

Die Halbfinals der NFL versprechen Spektakel. Mit den Philadelphia Eagles und den San Francisco 49ers treffen in der National Conference die Nummern 1 und 2 aufeinander, mit den Kansas City Chiefs und den Cincinnati Bengals die Nummern 1 und 3 der American Conference. Jedes der vier Teams stand in den letzten fünf Jahren mindestens einmal in der Super Bowl. Sportliche Spitzenleistungen sind am Sonntag also garantiert, daneben gibt es aber auch viele Geschichten zum Schmunzeln.

Nick Bosa, der Nachkomme des Mafia-Paten

Nick Bosa ist Star-Verteidiger der San Francisco 49ers und designierter Defensivspieler des Jahres. Seine Aufgabe ist es, das "Geschäft" der Gegner zu zerstören. Brachial, aber natürlich im Rahmen des Erlaubten. Damit unterscheidet sich der 25-Jährige aus Florida sehr von seinem Ur-Grossvater. Dieser, Tony Accardo, gehörte ab 1947 zum Führungszirkel der Mafia in Chicago und war von 1972 bis zu seinem Tod 1992 der Pate der mächtigen Organisation. Ins Gefängnis musste "Big Tuna" aber trotz zahlreicher vermuteter Morde nie. Nick Bosa spricht, wenig verwunderlich, nicht gerne über seinen Vorfahren.

Alles andere als ein Clown

In den ersten zwei Jahren seiner Profikarriere stand Jalen Hurts, der 24-jährige Quarterback der Philadelphia Eagles, im Schatten seiner ebenfalls jungen Konkurrenten, die im Draft in der ersten Runde gezogen worden waren und Mal für Mal brillierten. Hurts hingegen wurde stets hinterfragt und galt nicht als Franchise-Quarterback, der seinem Team auf Jahre hinaus Erfolge garantieren würde. Bis er in dieser Saison geradezu explodierte und mit seinem Wurfarm und den Beinen Eindruck machte. Den Basketball-Superstar LeBron James hat er jedenfalls überzeugt. Als "Clowns" bezeichnete er alle jene, die noch immer an Hurts zweifeln.

Mister irrelevant

Insgesamt wurden im NFL Draft, bei dem junge Spieler von Teams ausgesucht werden, 272 Spieler ausgewählt. Den letzten, der gezogen wird, nennt man spöttisch "Mister irrelevant", also den Mann, der keine Rolle spielt. In diesem Jahr ist das ganz anders. Der "Mr. irrelevant" war Quarterback Brock Purdy, von dem die San Francisco 49ers niemals dachten, dass er zum Einsatz kommt. Dann verletzten sich aber hintereinander die Quarterbacks Nummer 1 und 2 des Titelanwärters. Plötzlich wurde Purdy sehr relevant. Seine überraschend gute Bilanz: 11 Spiele, 11 Siege, inklusive zwei in den Playoffs. Fortsetzung könnte folgen.

Der Knöchel der Nation

Die Schweiz hatte 1985 Pirmin Zurbriggen und das Knie der Nation. In den USA gibt es diese Woche nur ein sportliches Thema: den Knöchel von Patrick Mahomes. Der Superstar verstauchte sich in der ersten Hälfte des Viertelfinals gegen Jacksonville den Knöchel, spielte aber unter Schmerzen und sichtlich handicapiert zu Ende. Nun gibt es jeden Tag eine Wasserstandsmeldung. Mahomes ist so gut, dass Coach Andy Reid erklärte, er könnte sich vorstellen, seinen Quarterback sogar dann spielen zu lassen, wenn er in der ganzen Woche nicht trainieren könnte.

Schneeschaufeln verboten

Am Wochenende verloren die als Nummer 2 gesetzten Titel-Mitfavoriten Buffalo Bills inmitten eines Schneesturms gegen die Cincinnati Bengals. Manch einer wunderte sich, dass das Spielfeld nicht vom Schnee geräumt worden war, einzig die Yard-Linien und -Zahlen waren sichtbar. Grund ist eine der kurioseren Regeln in der NFL: Ausser für diese Markierungen darf kein Schnee (oder Wasser) mit irgendwelchen Hilfsmitteln entfernt werden. Der Grund ist nicht ganz klar. Doch es geht wohl darum, dass nicht die Platzcrew für das Heimteam besser putzt als für die Gäste.

Jugend forscht

Nachdem in den letzten acht Jahren - mit Ausnahme von Kansas City 2020 - stets Teams mit Veteranen als Quarterbacks die Super Bowl gewannen, hat nun der Generationenwechsel stattgefunden. In den Halbfinals stehen mit Patrick Mahomes (27), Joe Burrow (26), Jalen Hurts (24) und Brock Purdy (23) vier Spielmacher unter 28 Jahren im Einsatz.

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