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Concertgebouw Orchestra gibt Konzert in Zürichs Bahnhofshalle

Ungewöhnliches wird am Dienstagnachmittag im Hauptbahnhof Zürich zu hören sein: Das Royal Concertgebouw Orchestra (RCO) aus Amsterdam spielt Edward Griegs "Holberg-Suite" - und zwar zusammen mit zwölf Studierenden schweizerischer Musikhochschulen.

Keystone-SDA

Während vier Tagen, vom 13. bis 16. November, tourt das RCO durch drei Sprachregionen der Schweiz. Während an den Abenden Konzerte in den Konzertsälen von Lugano, Bern, Zürich und Genf anstehen, haben Musikerinnen und Musikerinnen des RCO am Dienstagnachmittag eine aussergewöhnliche Bühne: die Zürcher Bahnhofshalle unter dem Schutzengel von Niki de Saint Phalle.

Die Kammerorchesterformation wird mit ihrem Gratiskonzert dem alltäglichen Treiben in der Bahnhofshalle eine eigene Note entgegensetzen. Während rund einer halben Stunde ist die populäre Suite "Aus Holbergs Zeit" des norwegischen Romantikers Edward Grieg (1843-1907) zu hören. Ende des 19. Jahrhunderts würdigte der Komponist Grieg seinen Landsmann, den norwegischen Barockdramatiker Ludvig Holberg (1684-1754) mit einer Suite im alten Stil. Bei Grieg indes erklingt die spätbarocke Orchestersuite in spätromantischem Streicherklang.

Besonders ist das Konzert des RCO im Zürcher Bahnhof zudem, weil unter den Musizierenden des niederländischen Orchesters zwölf junge Musikerinnen und Musiker sitzen, die an schweizerischen Hochschulen studieren, etwa der Zürcher Hochschule der Künste, der Fachhochschule Nordwestschweiz oder des Musikkollegiums und des Conservatorio della Svizzera italiana.

Masterclasses im Zug

Vor dem Konzert im Zürcher Hauptbahnhof, im Zug auf der Fahrt von Bern nach Zürich, hält das Orchester Masterclasses für die jungen Talente aus der Schweiz ab. Diese Zusammenarbeit "unterstreicht unsere Ambitionen bei der Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses", lässt sich Dominik Winterling, Managing Director, in einer Mitteilung des RCO zitieren. Dabei geht es ihm nicht nur um die Förderung, sondern auch um die Suche nach jungen Spitzenmusikerinnen und -musikern für sein Orchester.

Das RCO hat, wie übrigens das Tonhalle Orchester in Zürich auch, seinen Namen vom heimischen Konzertsaal. Das Concertgebouw in Amsterdam wurde 1888 eröffnet und im selben Jahr das gleichnamige Orchester gegründet. Heute gehört es zum niederländischen Kulturerbe und steht unter der Schirmherrschaft von Königin Máxima. 120 Musikerinnen und Musiker aus 25 Ländern gehören dem Orchester an, das als eines der renommiertesten weltweit gilt.

Zur viertägigen Tournee durch die Schweiz macht das Konzert im Teatro LAC in Lugano den Auftakt, mit der 9. Sinfonie von Gustav Mahler. An den folgenden Tagen im Casino in Bern, in der Tonhalle in Zürich sowie in der Victoria Hall in Genf stehen das Violinkonzert von Johannes Brahms mit dem griechischen Violonisten Leonidas Kavakos sowie Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie ("Pastorale") auf dem Programm. Dirigiert wird das RCO von dem Briten Daniel Harding. Damit findet das RCO sein Publikum im Konzertsaal und im Hauptbahnhof Zürich - dort eher das breite und jüngere, das den Weg in den Konzertsaal erst noch finden soll.

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