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Die Gemeinde Mels beginnt mit der Altersheim-«Züglete»

Nun geht es schnell mit der Integration des Altersheims Mels ins Pflegezentrum Sarganserland. Wie die Gemeinde Mels am Donnerstag mitgeteilt hat, werden bereits im Juli die ersten Bewohnerinnen und Bewohner umziehen. Die Zusammenführung der beiden Betriebe wird per 1. Oktober realisiert.

von Reto Vincenz/pd

Die Gemeinde Mels macht bei der Integration ihres Altersheimes ins Pflegezentrum Sarganserland (PZSL) vorwärts. Nachdem die Abstimmungsbeschwerde gegen den Volksentscheid vom 30. Januar vom Tisch ist (siehe hier), werden gemäss einer Medienmitteilung aus dem Melser Rathaus vom Donnerstag bereits im Juli erste Bewohnende ins Pflegezentrum umziehen. Ein Umzug der «in Absprache mit ihnen» sowie «Schritt für Schritt und in intern verkraftbaren Phasen» vonstatten gehen soll, wie es dazu heisst. Der Fokus liege dabei zuerst auf dem über 60 Jahre alte «Haus A», dessen Bewohner zuerst «in neue, hell und grosszügig gestaltete Zimmer im Pflegezentrum einziehen können», wie es in der Mitteilung heisst. Der unverzügliche Umzug sei auch deshalb beschlossen worden, weil man Verzögerungen aufgrund der Sommerferienzeit verhindern wolle.

Das «Haus B» am Standort Melibündte soll indessen unter der Leitung des Zweckverbands während einer Übergangsfrist von maximal drei Jahren «in angepasster Weise weiter betrieben werden», so der Melser Gemeinderat. Den Betrieb des Altersheims Mels wird der Zweckverband Pflegezentrum Sarganserland per 1. Oktober 2022 übernehmen.

Parallel zu den Umzügen der Altersheim-Bewohner wechseln auch die Mitarbeitenden ihren Arbeitsort «nach Bedarf» sukzessive ins Pflegezentrum. Den Verantwortlichen sei es wichtig, auch für sie bestmögliche Lösungen zu finden. Allen Festangestellten des Altersheims Mels biete der Zweckverband deshalb einen neuen Arbeitsvertrag «mit gleichwertigen Konditionen an». Der aktuelle Lohn bleibe bei gleichbleibender Funktion bis Ende 2023 gesichert. Auch die Dienstaltersjahre würden übernommen.

«Eine neue Chance

Abschliessend schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung, dass mit der Zusammenlegung der beiden Institutionen «den Bewohnenden des Altersheims Mels ein attraktives, bedürfnisgerechtes, frisch saniertes Zuhause angeboten und gleichzeitig das Pflegezentrum besser ausgelastet werden kann.» Dies bringe Vorteile bei der zukünftigen Tarifgestaltung. Und auch die Steuerzahlenden, die in den vergangenen Jahren massgebliche Defizite zu übernehmen hatten, profitierten.

Pensionäre im Haus B

Mindestens ebenso bedeutend sei die Zusammenführung aber auch, weil damit «im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit Spielräume für neue, gezielter auf die vorhandenen Bedürfnisse ausgerichtete Angebote in der Altersbetreuung angegangen werden könnten», schreibt der Melser Rat. Sie könnten allenfalls in Zusammenarbeit des Zweckverbandes mit der Spitex im «Haus B» an der Melibündte Pensionäre mit geringem Pflegebedarf aufgenommen werden. Die Zusammenführung öffne diesbezüglich Tore.

 

Höhere Pensionstaxen ab dem Übertritt

Mit dem Übertritt wird für Bewohnenden die vom Verwaltungsrat des Pflegezentrums Sarganserland festgelegte Taxordnung gelten. Im Übergang unterstützten die Gemeinde Mels und der Zweckverband die Bewohnenden, indem sie hälftig für vier Monate, die Kosten für reduzierte Pensionstaxen übernehmen würden. Der Gemeinderat betont, dass eine Taxerhöhung auch bei einem Weiterbetrieb des Altersheims nicht zu umgehen gewesen wäre, weil dieses «bei den seit Jahren politisch wesentlich zu tiefen Tarifen nicht mehr wirtschaftlich nachhaltig und Kosten deckend arbeiten konnte.» Sollte die Anpassung der Tarife bei einzelnenBewohnenden zu finanziellen Engpässen führen, könnten sie und ihre Angehörigen sich ans Pflegezentrum wenden, um die Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung zu prüfen, heisst es dazu. Die neuen Tarife gelten per 1. Oktober auf fürjene Personen, diezunächst im Haus B verbleiben. (rv/pd)

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