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Givaudan verliert an Schwung und leidet unter höheren Kosten

Givaudan ist auch 2022 gewachsen. Zum Jahresende verlor der Aromen- und Duftstoffhersteller aber weiter an Schwung und die Profitabilität ging trotz Preiserhöhungen zurück. Unter dem Strich resultierte dennoch ein etwas höherer Gewinn.

Keystone-SDA

In Schweizer Franken stieg der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 6,5 Prozent auf 7,12 Milliarden Franken. Organisch, also ohne Zu- und Verkäufe und um Währungseinflüsse bereinigt, lag das Wachstum bei 5,3 Prozent zu, wie der Hersteller von Aromen und Duftstoffen für Esswaren, Haushalts- und Pflegeartikel am Mittwoch mitteilte.

Zum Jahresende verlor Givaudan aber deutlich an Schwung. Während nach dem ersten Halbjahr noch ein organisches Wachstum von 6,2 Prozent resultierte, lag dieses im dritten Quartal bei 5,8 Prozent und Schlussquartal nur noch bei 2,9 Prozent und damit klar unterhalb der mittelfristig angestrebten Bandbreite von 4 bis 5 Prozent.

Lieferkette beeinträchtigt

Das operative Umfeld sei "äusserst schwierig" und durch höhere Produktionskosten und Beeinträchtigungen der Lieferkette bestimmt gewesen, heisst es im Communiqué. Gerade in den reifen Märkten lag das organische Wachstum über das Jahr gesehen noch bei 1,9 nach 3,4 Prozent im Vorjahr. In den Wachstumsmärkten ging das organische Wachstum auf 9,9 von 10,6 Prozent zurück.

Dennoch hätten alle Produktesegmente und Regionen zum Wachstum beigetragen, heisst es. In der Riechstoff-Division verzeichnet der Konzern in der Luxusparfümerie ein anhaltend starkes Wachstum. Die Verkäufe stiegen hier organisch um 14,3 Prozent. Insgesamt stieg der Bereichsumsatz um 5,3 Prozent auf 3,26 Milliarden in Franken und organisch um 5,5 Prozent.

In Geschäft mit Aromen stiegen die Verkäufe derweil um 7,5 Prozent auf 3,86 Milliarden und organisch um 5,2 Prozent. Dabei sei das Wachstum in den strategischen Fokusbereichen, also bei den pflanzenbasierten Proteinen und in den Bereichen Gesundheit und Wellness sowie Naturstoffe, "solide einstellig" ausgefallen, teilte Givaudan mit.

Kosten drücken auf Profitabilität

Ein grosser Teil des Wachstums ist allerdings den Preiserhöhungen in Antwort auf die steigenden Kosten geschuldet. Die Preiseweitergaben kommen aber immer mit einer gewissen Verzögerung. Verwässerungseffekte der durchgeführten Preismassnahmen sowie der höheren Rohstoff-, Energie- und Transportkosten haben denn auch die Margen belastet, wie es heisst.

Die Betriebsgewinn (EBITDA) ging somit um 0,4 Prozent auf 1,48 Milliarden zurück. Die entsprechende Marge sank auf 20,7 von 22,2 Prozent. Dennoch blieb ein um 4,2 Prozent höherer Nettogewinn von 856 Millionen. Den Aktionären winkt eine um ein Franken höhere Dividende von 67 Franken.

Die Prognosen der Analysten wurden damit beim Umsatz und beim organischen Wachstum verfehlt. Auch die EBITDA-Marge lag unter den Erwartungen, der Reingewinn allerdings leicht darüber.

Weiter steigende Input-Kosten

Im Hinblick auf das laufende Jahr 2023 geht der Genfer Konzern nun von einem Anstieg der Input-Kosten um rund 5 Prozent aus. Gleichzeitig ist das Unternehmen zuversichtlich, die steigenden Kosten über Preismassnahmen auch weiterhin an die Kunden weitergeben zu können.

Die Mittelfristziele wurden wie erwartet bestätigt. Givaudan will organisch 4 bis 5 Prozent pro Jahr und damit schneller als der Markt wachsen. Zudem soll die Free-Cashflow-Rendite gemessen an den Verkäufen über 12 Prozent liegen.

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