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Herdenschutzhunde im Weisstannental schwer verletzt

In der Nacht von Sonntag auf Montag ist es im Weisstannental auf einem Landwirtschaftsbetrieb zu einem Zwischenfall gekommen. Dabei wurden zwei Herdenschutzhunde in der mit Strom eingezäunten Heimweide schwer verletzt aufgefunden, wie die St. Galler Staatskanzlei am Mittwoch mitteilt. Noch ist unklar, was sich genau ereignet hat, Fachleute vermuten einen Angriff durch Wölfe.

 

von Reto Vincenz

Die Verletzungen der Hunde können entweder durch einen Konflikt zwischen den Hunden oder durch einen Angriff durch Wölfe verursacht worden sein, schreibt die Staatskanzlei. Da keine naheliegenden Gründe für einen Streit zwischen den Hunden vorgelegen hätten, gehen die Fachleute aber von einem Angriff durch Wölfe aus. Im Weisstannental wurden in den letzten Monate mehrfach mehrere Wölfe nachgewiesen. Die Verletzungen an den Hunden seien identisch mit Fällen, in denen ein Wolf nachweislich einen Herdenschutzhund angegriffen hatte, heisst es in der Mitteilung.

Auf der Heimweide neben dem bewohnten Hof werden Ziegen, Schafe, Lamas und Pferde gehalten. Die Tiere werden von fünf Herdenschutzhunden überwacht. Am frühen Morgen hat der Landwirt zwei Hunde schwer verletzt mit Bissen im Kopf und Nacken im Gehege aufgefunden. Keines der Nutztiere wurde verletzt, der Zaun lag zerrissen am Boden. Wenn es sich beim Anfgriff um Wölfe gehandelt habe, «wäre dies ein Beweis dafür, dass der Herdenschutz durch die Hunde funktioniert hat», schreibt die Staatskanzlei dazu.

Die beiden mehrfach im südlichen Sarganserland beobachteten Wölfe konnten in den letzten Monaten genetisch identifiziert werden. Es handelt sich um die Wölfin F35, ein Jungtier aus dem Calandarudel. Beim Wolfsrüden handelt es sich um M111. Er wurde erstmals am 6. September 2019 in Flums nachgewiesen.

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