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EHC Arosa in der Rolle des Aussenseiters

Vor der am Samstag beginnenden MyHockey-League-Saison zählt der EHC Arosa nicht zum Favoritenkreis. «Jeder Punkt wird wichtig sein», sagt Routinier und Captain Reto Amstutz. Das Ziel bleiben die Play-offs.

von Jürg Sigel

Wie gut ist dieses Arosa? In der von My Sports League (MSL in MyHockey League (MHL) umbenannten dritthöchsten Schweizer Spielklasse haben sich fast alle Klubs mit mindestens einem Spieler verstärkt, der die Erfahrung aus einer höheren Liga mitbringt. Beim EHC Arosa ist dies nicht der Fall. Zudem verloren die Schanfigger mit Torhüter Fabrice Kruijsen einen sicheren Rückhalt.

Also: Wie gut ist dieses Arosa? Man ist geneigt zu behaupten, der Altmeister ist von einem Grossteil der Konkurrenz überholt worden, muss sich mit der Rolle des Aussenseiters begnügen. Reto Amstutz, Captain der Schanfigger: «Ja, vielerorts wurde aufgerüstet. Vielleicht rechnen nun viele Widersacher etwas weniger mit Arosa. Das kann für uns aber ein Vorteil sein.»

Junges Team

Amstutz wird die achte Saison im Dress des EHC Arosa bestreiten. 182 Meisterschaftspartien hat der Stürmer bisher absolviert. An 147 Treffern war er als Torschütze oder Passgeber beteiligt. 29 Jahre alt ist der Routinier. Nur Verteidiger Alain Bahar (31) ist älter in einem jungen Team mit elf Spielern, die ihren 23. Geburtstag noch vor sich haben. Der Kader ist schmal, Ausfälle werden nicht leicht zu verkraften sein. Es sei denn, Arosa rüstet noch nach. Was nicht unwahrscheinlich ist.

Wie auch immer: Amstutz ist vorsichtig optimistisch. Er weist darauf hin, dass «die jüngeren Spieler ein Jahr älter und reifer geworden sind». Der Captain ist überzeugt, dass es für jeden Gegner weiterhin «schwierig wird, gegen uns zu punkten, sofern wir das abliefern, was wir können. Wichtig ist, gut in die Meisterschaft zu starten.»

In die vergangene Saison war Arosa mit Aufstiegsglüsten gestiegen, wurde in den Play-offs dann aber bereits im Viertelfinal vom späteren Finalisten Huttwil eliminiert. «Ob wir die Swiss-League-Lizenz erneut beantragen, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht», gibt Geschäftsführer Adrian Fetscherin zu verstehen. Aufstiegsambitionen angemeldet haben mit Chur und Martigny (bis jetzt) nur zwei Klubs. Für weitere Topvereine wie Seewen sowie die starke Berner Fraktion mit Huttwil, Lyss und Thun ist die Swiss League weiterhin kein Thema.

Saisonauftakt im Jura

Sie alle werden aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den Top 8 klassiert sein. Die Play-off-Qualifikation ist erneut auch das Ziel des EHC Arosa. «Dann ist alles möglich», meint Amstutz. Neulinge in der MHL sind Frauenfeld und das vom Alt-Internationalen Michael Neininger gecoachte Franches-Montagnes, welche Aufsteiger Basel sowie Absteiger Wiki-Münsingen ersetzen.

Bei den in Saignelégier beheimateten Jurassiern startet der EHC Arosa am Samstag in die Saison. Es ist keine Reise ins Ungewisse. «Wir wissen, was uns dort erwartet», so Amstutz. Letzte Saison gewannen die Schanfigger auf dem Weg zum National-Cup-Triumph im Centre de Loisirs den Halbfinal vor 510 Zuschauern mit 2:0 Toren. Lange war jeder Spielausgang möglich. Eng könnte es für Arosa auch diesmal werden. Und die Kulisse dürfte bei Franches-Montagnes› MHL-Debüt noch etwas grösser sein.

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