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Kundgebung in St. Gallen - Pflege zum Durchbruch verhelfen

Am internationalen Tag der Pflege haben Gewerkschaften und Pflegeverbände gemeinsam Druck gemacht, damit die Forderungen der Pflegeinitiative rasch umgesetzt werden. In St. Gallen gingen rund 60 Personen auf die Strasse, um Politikerinnen und Politikern zu zeigen, dass "die Zeit drängt".

Keystone-SDA

Im vergangenen November hatten die Stimmberechtigten die Pflegeinitiative angenommen. Diese fordert unter anderem, dass Bund und Kantone dafür sorgen, dass genügend Fachpersonal vorhanden ist. Ausserdem sollen die Arbeitsbedingungen für die Pflegefachkräfte besser werden.

Am Tag der Pflege, dem 12. Mai, werden international die Pflegenden für ihre Arbeit und für ihren Einsatz gewürdigt. In verschiedenen Regionen der Schweiz organisierte die Unia gemeinsam mit anderen Gewerkschaften und Verbänden Pflege-Aktionen.

In St. Gallen riefen neben der Unia der SBK St. Gallen, Thurgau, Appenzell, der Verein Pflegedurchbruch und das Offene Antifaschistische Treffen St. Gallen zu einer Demonstration auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten, dass die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die angemessene Finanzierung der Pflege nicht auf die lange Bank geschoben wird.

Vorstoss in Aprilsession chancenlos

Bereits vor dem Start der Aprilsession des St. Galler Kantonsrats hatten Personalverbände und Gewerkschaften mit einer Flugblattaktion mehr Geld und Stellen für das Gesundheitspersonal gefordert.

Im Verlauf der Session behandelte der Kantonsrat ein Postulat, das von der Regierung nach dem Ja zur Pflegeinitiative im November 2021 möglichst rasch einen Bericht über die Umsetzung verlangte. Darin sollte aufgezeigt werden, wie die Ausbildung in Pflegebereich gefördert werden soll und wie die Arbeitssituation der Mitarbeitenden verbessert werden könnte.

Die Regierung wollte nicht auf den Vorstoss eintreten. Mit der Annahme der Pflegeinitiative gebe es neue finanzielle Möglichkeiten für die Pflege- und die Betreuungsberufe, schrieb sie in ihrer Stellungnahme. Diese Möglichkeiten müssten in Abstimmung mit dem Bund "nun ausgelotet werden". Auch das Parlament hatte kein Gehör für das Anliegen. Das Postulat wurde mit 17 gegen 85 Stimmen versenkt.

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