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Mehr Homeoffice beim Kanton - weniger Büroräume

In der St. Galler Staatsverwaltung solle sich die Arbeit im Homeoffice auch ohne Pandemie etablieren, verlangt die CVP-EVP-Fraktion in einem Vorstoss. Weil es deshalb weniger Büroraum brauche, müsse die Immobilienstrategie überarbeitet werden. Die Regierung ist damit einverstanden.

Keystone-SDA

"Und plötzlich funktioniert es mit dem Homeoffice", schreibt die CVP-EVP-Fraktion in einer Motion, die in der kommenden Septembersession behandelt wird. Nun sei es an der Zeit, dass in der Staatsverwaltung das "New-Work-Modell" durchgesetzt werde, "damit nicht alle nach der Homeoffice-Pflicht wieder in alte Muster zurückfallen".

Für die Fraktion hat Arbeiten im Homeoffice viele Vorteile: Die Mobilität werde reduziert, Büroflächen könnten abgebaut und Fixkosten reduziert werden. Auch dezentrale Strukturen würden gestärkt: "Die Angestellten bleiben in ihren Regionen". Die CVP-EVP-Fraktion verlangt nun gesetzliche Grundlagen, die den Ausbau von Homeoffice in der Verwaltung etablieren.

In einem zweiten Vorstoss der Fraktion geht es um die Folgen der Umstellung auf neue Arbeitsformen: Homeoffice werde in der Verwaltung eine grössere Bedeutung erhalten, heisst es im Postulat, das ebenfalls für die kommende Session traktandiert ist.

Mit der Digitalisierung sei es möglich, Aufgaben der Verwaltung neu dezentral zu erfüllen. Dazu gebe es auch einen Auftrag in der Kantonsverfassung. Es brauche nun "eine umfassende Neubeurteilung der Standort- und Immobilienstrategie".

Homeoffice in Teilpensen

Die Regierung lehnt allerdings ein neues Gesetz ab, das Homeoffice in der Verwaltung etabliert. Sie verweist in ihrer Stellungnahme auf eine Dienstanweisung vom Juni 2020, mit der neue Arbeitsformen "verwaltungsweit einheitlich" ermöglicht würden.

Danach muss die Eignung für "zeit und ortsunabhängiges Arbeiten" im Einzelfall überprüft werden. Im Regelfall soll sie wenigstens ein Fünftel bis höchstens drei Fünftel des Beschäftigungsgrads betragen. Dazu ist für eine 100 Prozent Stelle eine Infrastrukturentschädigung von 250 Franken pro Monat möglich. Weiter sind beim Kanton zusätzliche Angebote wie verwaltungsinterne Coworking-Arbeitsplätze geplant.

Einverstanden ist die Regierung hingegen mit einer Überarbeitung der Immobilienstrategie, mit der sie sich ohnehin beschäftigen muss. Neu will sie darin auch aufzeigen, wie sich die neue Arbeitsformen wie auch die Digitalisierung auf das Raumangebot und auf die räumlichen Entwicklung auswirken werden.

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