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Palästinenser: Verletzte nach Siedlerangriff bei Betlehem
Im Westjordanland haben radikale israelische Siedler palästinensischen Angaben zufolge bei einem Angriff zehn Palästinenser verletzt. Eine Frau sei von einem Schuss aus der Waffe eines Siedlers getroffen worden, teilte die palästinensische Hilfsorganisation Roter Halbmond mit. Sie werde in einem Krankenhaus behandelt. Mehrere weitere Menschen wurden bei dem Angriff in einem Ort in der Nähe der Stadt Betlehem demnach durch Schläge verletzt, drei von ihnen seien ebenfalls in eine Klinik gebracht worden.
Die israelische Armee sagte auf Anfrage, sie habe eine Meldung über eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen israelischen Siedlern und Palästinensern in der Gegend von Betlehem erhalten. Sie sei auch über gegenseitige Steinwürfe sowie Schüsse, die in Richtung der Palästinenser abgegeben worden seien, informiert worden.
Israels Armee: Auch Siedler verletzt
Soldaten und Grenzpolizisten seien deshalb in die Gegend gekommen und hätten die Menschenansammlung aufgelöst. "Infolge der Auseinandersetzung wurden mehrere israelische Zivilisten verletzt, lehnten jedoch eine medizinische Behandlung ab", teilte die Armee weiterhin mit. Ausserdem seien mehrere Palästinenser verletzt worden, so das Militär.
Palästinensischen Berichten zufolge kamen Siedler in das von Palästinensern bewohnte Dorf und begannen dort die Auseinandersetzung.
Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor mehr als zwei Jahren kommt es im besetzten Westjordanland verstärkt zu Gewalt radikaler Siedler gegen Palästinenser. Der israelischen Armee wird immer wieder vorgeworfen, sie gehe nicht entschlossen genug gegen solche Angreifer vor. Es gibt nur selten Berichte darüber, dass Siedler nach Attacken zur Rechenschaft gezogen werden.
Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700.000 israelische Siedler.

















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