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Raffainer wechselt von Davos zu Bern

Raeto Raffainer, der bisherige Sportchef des HC Davos, wechselt noch im Lauf dieser Saison als Gesamtverantwortlicher der Sportabteilung zum SC Bern. Florence Schelling bleibt Sportchefin.

Die Meldung, die der SC Bern am Mittwochmorgen versandte, hatte es in sich: «Die SCB Eishockey AG stärkt den Sportbereich auf GL-Stufe und schafft die Funktion eines CSO (Chief Sport Officer). Der SCB hat für diese Funktion den 39-jährigen Ex-SCB-Spieler und Sportmanager Raeto Raffainer engagiert», teilte der amtierende, aber derzeit sportlich schlingernde Schweizer Meister mit. In der aktuellen Spielzeit liegt der SCB auf dem letzten Rang, zudem kämpft der Klub seit den «Corona-Geisterspielen» mit grossen finanziellen Ausfällen.

Raffainer wird Schellings Chef

Mit dem Zuzug Raffainers soll «dem Sport auch auf Stufe der operativen Geschäftsleitung mehr Gewicht verschafft werden», teilten die Berner Verantwortlichen rund um CEO Marc Lüthi mit. Konkret heisst dies, dass Raffainer als CSO einen Teil der bisherigen Arbeit von Rolf Bachmann, der bisher für alle operativen Arbeiten zuständig war, übernimmt. Bachmann behält lediglich die Bereiche Kommerz, Sicherheit und Event, Raffainer übernimmt die Gesamtleitung Sport in der ganzen Gruppe.

Weiterhin als Sportchefin bleibt Florence Schelling für den SCB tätig. Die gebürtige Zürcherin, die ihren Zweitwohnsitz in Davos hat, wurde vor rund einem Jahr überraschend als erste Sportchefin in der höchsten Schweizer Spielklasse vorgestellt. Raffainer wird Vorgesetzter der ehemaligen Schweizer Nationaltorhüterin, die ihren neuen Chef schon seit ihrer Aktivzeit als damaligen Direktor der Nationalmannschaft kennt. «Ich freue mich sehr, dass er bald zum SCB stossen wird», wird Schelling in der Berner Mitteilung zitiert. 

Der Wechsel Raffainers zum SCB kam unerwartet. In den letzten Wochen war bei den Bernern vielmehr über ein Engagement von Chris McSorley, dem ehemaligen Genfer Manager und Trainer, spekuliert worden. Für Raffainer ist es auch eine Rückkehr an eine ehemalige Arbeitsstätte. Während seiner Aktivkarriere hatte der einstige Stürmer drei Jahre (2005 bis 2008) für den SCB gespielt.

Gianola: «Kein Zeitdruck»

Für den HC Davos kam der Abgang Raffainers auch überraschend, wie die Davoser auf ihrer Website schreiben. Erst seit eineinhalb Jahren wirkte der gebürtige Engadiner im Landwassertal. In der Zeit nach Arno Del Curto schuf Raffainer neue Strukturen beim HCD. «Ich bin dem HC Davos dankbar für die letzten zwei Jahre und freue mich eine Sport-Organisation zu hinterlassen, die nach der Neuausrichtung und Neustrukturierung fit ist für die Zukunft», so Raffainer. Nachdem er die meisten Transfers für die kommende Saison bereits erledigt hatte – am Montag vermeldeten die Bündner unter anderem die Vertragsverlängerung von Captain Andres Ambühl – legen ihm die HCD-Verantwortlichen keine Steine in den Weg.

«Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir mit der Planung der 1. Mannschaft für die nächste Saison, bis auf die Ausländerpositionen, schon sehr weit fortgeschritten sind. Deshalb stehen wir nicht unter Zeitdruck und können die Evaluation einer neuen Person für diese wichtige Position im Sportbereich mit der nötigen Sorgfalt angehen», teilt der Davoser CEO Marc Gianola mit.

Raffainer wird sein Amt beim SC Bern noch im Verlauf dieser Saison antreten. Der genaue Zeitpunkt wird in den kommenden Tagen unter den Parteien einvernehmlich geklärt. (sl)

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