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Rheintal: Halbstundentakt kommt uneingeschränkt

Zwischen St.Gallen und Sargans sollen die Fernverkehrszüge künftig im Halbstundentakt verkehren. Die SBB verzichten nun, trotz Spardruck, darauf, diesen schrittweise einzuführen. Ein Erfolg für die St.Galler Politik.

Um den Halbstundentakt im Rheintal zu realisieren, werden in den kommenden zwei Jahren zusätzliche Doppelspurabschnitte gebaut sowie weitere Bauarbeiten ausgeführt (der «Sarganserländer» berichtete mehrfach). Die SBB haben den Kanton St.Gallen Anfang Mai informiert, dass sie beabsichtigen, den Halbstundentakt im St.Galler Rheintal schrittweise einzuführen. Diese Woche haben sich nun SBB-CEO Vincent Ducrot und weitere Vertreter der SBB mit Regierungsrat Beat Tinner und den beiden Ständeräten Paul Rechsteiner und Benedikt Würth getroffen. Gemeinsam wurde der Entscheid gefällt, dass die Züge ab Dezember 2024 nun doch wie ursprünglich vorgesehen im Halbstundentakt auf der Rheintallinie verkehren. Dies ist einer Medienmitteilung der SBB zu entnehmen.

Spardruck auf die SBB ist weiterhin hoch

Grund für die Planänderung, den Halbstundentakt im Rheintal schrittweise einzuführen, war die finanziell angespannte Lage der SBB infolge der Coronapandemie. Der Bundesrat hat die SBB im Dezember 2021 beauftragt, zu den bis 2030 bereits eingeplanten Sparmassnahmen von rund sechs Milliarden Franken zusätzlich in den Jahren 2024 bis 2030 weitere Kostensenkungen und/oder Ertragsoptimierungen von jährlich 80 Millionen Franken umzusetzen. Nach den Parlamentsentscheiden von letzter Woche für eine zusätzliche finanzielle Unterstützung der SBB und der klaren Haltung des Uvek für ein attraktives Angebot im Fernverkehr im Rheintal wird der Bund zusammen mit den SBB die noch offenen Punkte zur Erreichung der nachhaltigen Finanzierung der SBB klären. Der Spardruck bleibt sehr hoch: Die Nachfrage ist noch nicht auf dem Niveau von 2019, und die wirtschaftliche Entwicklung verschärft die Lage zusätzlich, wie die SBB festhalten.

Die Absicht des Bahnunternehmens, das Bahnangebot im Rheintal aus Spargründen auszudünnen, hatte für heftige Reaktionen gesorgt. Die St.Galler Politik war in der Folge auf die Barrikaden gegangen. Und hat nun mit vereinten Kräften einen Erfolg erzielt. (hb) 

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