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Rollschuhe statt Schlittschuhe in Vaduz – und was macht Sargans?

In Vaduz wird es im kommenden Winter keine Kunsteisbahn geben. Wie die Verantwortlichen am Mittwoch mitteilen, soll wegen der zu erwartenden Energiekrise stattdessen Rollschuh gelaufen werden. In Sargans ist hingegen der Betrieb des Eispark Sarganserland im Momentl weiter geplant – doch die Verantwortlichen geben sich vorsichtig.

von Reto Vincenz

Rollschuhe statt Schlittschuhe – mit dieser überraschenden Ankündigung sorgen die Verantwortlichen von «Vaduz on Ice» am Mittwoch für Gesprächsstoff. Nach zwei herausfordernden Jahren aufgrund der Pandemie, stelle in diesem Jahr die unsichere Energiesituation die Verwantwortlichen von Standortmarketing Vaduz vor besondere Aufgaben, heisst es in der Medienmitteilung. Verschiedene Alternativen seien in den letzten Wochen geprüft worden – von ungekühltem Natureis bis hin zu Kunsteis. Letztendlich sei der Entschluss gefallen, anstelle eines Eisfeldes in diesem Jahr ein Rollschuhfeld auf dem Rathausplatz zu betreiben. Das auch im Sinne einer Planungssicherheit. Das Rahmenprogramm in Vaduz wird allerdings in gewohntem Rahmen umgesetzt.

Sargans öffnet wohl  – hört aber früher auf

Stellt sich die Frage, was die Zuständigen des Eispark Sarganserland planen? «Im Augenblick eine Eröffnung mit Guggenmusik am 11. November», sagt Vereinspräsident Simon Zindel am Mittwoch auf Anfrage des «Sarganserländers». Gleichzeitig gibt er aber zu verstehen, dass der Verein der aktuellen Situation sehr wohl Beachtung schenkt und diese auch intensiv diskutiert. Letztlich sei man aber der Meinung, dass man den Menschen eine gewisse Normalität bieten möchte. Gerade nach den Coronaeinschränkungen der letzten Jahre seien die Zuständigen  überzeugt davon, dass im kommenden Winter eine Freizeitangebot unter freiem Himmel im Tal einem grossen Bedürfnis entspreche. Speziell für die Jugendlichen sei es wichtig, dass solche Treffpunkte nicht einfach geschlossen würden.

Einen «Betrieb wie immer» dürfte es aber doch nicht ganz geben. Denn als erste Konsequenz aus den aktuellen Begebenheiten wurde beschlossen, dass die Saison in Sargans kürzer werden wird als üblich. Zindel: «Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass der Stromverbrauch ab Februar steigt. Dann wird die Sonneneinstrahlung intensiver und der Kühlaufwand grösser. Aus diesem Grund werden wir den Betrieb vorzeitig beenden, sobald die Temperaturen wärmer werden.»

Darüber hinaus gibt sich Zindel aber auch ganz grundsätzlich realistisch: «Wir sind uns bewusst, dass unser Entscheid – beziehungsweise der Betrieb einer Eisbahn im Tal – angesichts der Lage wahrscheinlich auch kontrovers diskutiert wird. Wir suchen deshalb im Moment das Gespräch mit den Gemeinden und holen uns deren Meinungen ab.» Gemäss Zindel ist klar, dass der Verein von dieser Seite Rückendeckung braucht. «Ich denke, es ist wichtig, dass ein breiter Konsens darüber besteht, dass ein solches Angebot für die Jugend auch im kommenden Winter sinnvoll ist. Einen Alleingang gegen breiten Widerstand werden wir sicher nicht machen.» Hinzu komme auch die Möglichkeit, dass es kantonale oder gar nationale Massnahmen oder Anordnungen gebe. Diese müss(t)e man sowieso befolgen.

Klar ist, dass die Zeit für einen Entscheid langsam dringlicher wird. Zindel: «Wir brauchen rund einen Monat Vorlauf für die Installation. Aber wenn wir aus der vergangnen Coronapandemie etwas gelernt haben, dann ist es Flexibilität. Insofern warten wir jetzt einmal auf das Feedback der Gemeinde Sargans.» Dieses dürfte in den nächsten Tagen erfolgen, denn gemäss dem Sarganser Gemeindepräsident Jörg Tanner wird das Thema Eispark an der Gemeinderatssitzung von heute Mittwochabend diskutiert.

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