immo.sarganserlaender.chEventbus
/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
zum ePaper

immo.sarganserlaender.ch

Rubriken

|   Aktuell

Äschen am Rhein leiden - noch kein Massensterben

Die Äschen im Rhein kämpfen bei den derzeit hohen Wassertemperaturen ums Überleben. Noch gibt es kein Massensterben wie 2018. Zum einen, weil die getroffenen Massnahmen wirken, zum anderen aber auch, weil der Bestand sich noch nicht wieder erholt hat.

Keystone-SDA

Noch sind die Wassertemperaturen nicht ganz so hoch wie 2018. Damals wurden 27,5 Grad gemessen. In diesem Jahr waren es an derselben Stelle 26,3 Grad. Es gebe immer wieder Abkühlung, aber es sei ein Auf und Ab, sagte der Schaffhauser Fischereiaufseher Patrick Wasem am Freitag vor den Medien. "Es sind sehr bedrohliche Temperaturen".

Es gebe nur vereinzelt tote Fische, auch weil der Bestand sich nach 2018 noch nicht wieder erholt habe - ein niedriger Bestand bedeutet auch weniger tote Fische.

Aber wie gross der Schaden ist, kann Wasem noch nicht abschätzen. Ein Fischsterben lasse sich sehr schwer beziffern, da es eine enorm hohe Dunkelziffer gebe. Genaue Aussagen liessen sich erst im kommenden Jahr machen, denn bis Mai laufe ein Monitoring.

Kühlzonen für gestresste Fische

Der Kanton hatte bereits am 12. Juli ein Notfall-Konzept für die Äschen eingeleitet, als die Wassertemperatur im Rhein auf über 23 Grad stieg. Um die Überlebenschancen der Fische zu erhöhen, wurden etwa Bachmündungen ausgebaggert, um so kühlere Zonen zu schaffen.

Der Kanton Zürich hat bereits im vergangenen Winter bei Rheinau vorbeugend eine Vertiefung ausgehoben an einer Stelle, wo kaltes Wasser in den Rhein drückt. Dies sei eine Massnahme auf Dauer, erklärte Lukas Bammatter von der Fischerei- und Jagdverwaltung Zürich. Von diesen abgesperrten Zonen sollten Badende und "Böötler" genügend Abstand halten, um die gestressten Fische nicht zusätzlich zu stören.

Kühle Nächte und Wind helfen

Da für die kommenden Tage etwas Abkühlung angesagt ist, erwarten die Fachleute keine Verschlechterung der Lage. Vor allem die Nächte sollen kühler werden und auch aufkommender Westwind helfe, die Wassertemperatur zu senken.

2018 war es im Rhein zu einem dramatischen Fischsterben gekommen. Bis zu 90 Prozent der Äschen starben damals, als die Wassertemperatur mehrere Tage lang bei über 26 Grad lag. Auch im Hitzesommer 2003 waren die Bestände des Lachsfisches dramatisch zurückgegangen.

Zurück