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St. Gallen: 21 Massnahmen gegen die Folgen des Klimawandels

Die St. Galler Regierung hat in einem Bericht aufgezeigt, wie sie in den nächsten Jahren auf die Klimaveränderung reagieren will. Die vorberatende Kommission unter dem Vorsitz von SP-Kantonsrat Bernhard Hauser (Sargans) unterstützt die Strategie mit insgesamt 21 Massnahmen. Der Kantonsrat wird sich in der Novembersession damit befassen.

Keystone-SDA

Die Kommission habe sich über den aktuellen Forschungsstand informieren lassen, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch. Danach sei vor allem über die ganzheitliche Stossrichtung der Strategie sowie über die Daten zur Klimaveränderung und die Herausforderungen für die Landwirtschaft diskutiert worden.

Thema des Berichts sind die Auswirkungen des Klimawandel, etwa auf die Landwirtschaft oder auf den Tourismus. Aufgeführt sind 21 Massnahmen, mit denen der Kanton bis 2025 auf die Entwicklung reagieren will. Die Regierung rechnet für die Umsetzung mit Kosten von 1,7 Millionen Franken.

Kommissionspräsident Bernhard Hauser (SP) erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die Kommission sei mit der Stossrichtung des Berichts einverstanden. Zusätzliche Massnahmen oder die Streichung von einzelnen Punkten würden nicht verlangt. Es hätte die Möglichkeit für Aufträge gegeben, stellte er fest. Die Kommission habe den Endruck, dass es sich dabei "weder um eine Spar- noch um eine Geldverschleuder-Vorlage" handle.

Folge der Klimasession

Auslöser für den Bericht war ein Beschluss aus der Klimasession im Juni 2019: Der Kantonsrat hatte das Klimaabkommen von Paris als verbindliche Grundlage für die kantonale Klima- und Energiepolitik anerkannt. Daraufhin kündigte die Regierung eine entsprechende Strategie an.

In die Arbeiten einbezogen wurden diverse Ämter und Departemente quer durch die Staatsverwaltung. Auch die Gemeinden oder die Gebäudeversicherung waren involviert.

Schliesslich wurden 21 Massnahmen formuliert. Es geht dabei um die Vorbereitung auf erwartete Wetterextreme wie die Zunahme von Hitzetagen, von längeren Perioden mit Trockenheit, aber auch von Regenfällen mit sehr hohen Wassermengen wie in diesem Sommer.

Längere Sommersaison

Zu den Massnahmen gehört etwa die Sicherstellung der Wasserversorgung - auch in Extremsituationen. Weiter soll der Hitzeschutz im Sommer ohne zusätzlichen Stromverbrauch organisiert werden. Die Gemeinden brauchen eine Notfall- und Einsatzplanung für Naturgefahren durch Lawinen, Steinschlag, Felsstürze oder Erdrutsche. Die Siedlungsentwässerung soll an "Starkregenereignisse" angepasst werden.

Die Klimaveränderung wirkt sich auf den Tourismus aus. So steige die Schneefallgrenze weiter an und die Zahl der Schneetage nehme ab, heisst es im Bericht. Der Bedarf an Beschneiungsanlagen werde grösser. Andererseits verlängere sich die Sommersaison. All diese Entwicklungen sollen bei künftigen Tourismuskonzepten, Förderprogrammen und Projekten der Standortförderung berücksichtigt werden.

Eine Kosten-Nutzen-Beurteilung der Massnahmen sei schwierig, schrieb die Regierung in der Vorlage. Es sei aber davon auszugehen, "dass es meistens günstiger ist, Schäden im Voraus zu verhindern, als sie im Nachhinein zu beheben".

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