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Wichtige Weichenstellungen in Mels

An der Budgetversammlung der politischen Gemeinde Mels ist am Dienstag das Budget 2023 mit 287:198 Stimmen angenommen worden. Ebenfalls Ja sagte die Bürgerschaft zur Anschaffung eines Modulbaus für den Schulbetrieb, zur Sanierung von Trakt A des ehemaligen Altersheims und zu einer Anpassung der Gemeindeordnung.

von Hans Bärtsch

Mit 528 Stimmberechtigten war die Bürgerversammlung im «Verrucano» so gut besucht wie noch nie. Zusätzlich zu den traktandierten Geschäften nahm die Beantwortung von vier an der Frühjahrsversammlung eingereichten Anträgen viel Raum ein. Dies zur Zufriedenheit der einen Antragsteller. Andere, namentlich eine Steuerfusssenkung betreffend, hatten sich mehr erhofft. Die Frage, wo es in der Gemeinde Sparpotenzial gebe angesichts namhafter Investitionen, die anstehen, sei unbefriedigend beantwortet.

Dem Aufruf eines Votanten, das Budget 2023 deshalb abzulehnen, folgten 198 Stimmberechtigte. Ihnen gegenüber standen 287 Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem vorliegenden Budget, das ein Minus von knapp 630'000 Franken vorsieht, einverstanden erklärten.

Fundamentale Abstimmung

Fast einstimmig Ja sagten die Stimmberechtigten in der Folge zur Anschaffung eines Modulbaus für 3,4 Millionen Franken, mit dem zusätzlicher, vorübergehender Schulraum geschaffen werden soll. Dasselbe zur Sanierung des älteren Traktes des ehemaligen Altersheims in der Melibündte für 3,24 Millionen Franken. Dort soll insbesondere eine Infrastruktur für den ausserschulischen Bereich entstehen (Kindertagesstätte, Mittagstisch usw.).

Für Gemeindepräsident Guido Fischer ist die Zustimmung zu den beiden Geschäften von fundamentaler Bedeutung für die künftige Entwicklung von Mels. Entsprechend erfreut zeigte er sich nach der Versammlung.

Ja sagte die Bürgerschaft schliesslich zu einer Anpassung der Gemeindeordnung. Dort geht es um die Anpassung der Fristen für die Bürgerversammlung. Der Antrag bildet nichts anderes als die schon bis anhin gelebte Praxis ab.

Schule neu organisieren

In der allgemeinen Umfrage ging der Gemeinderat auf den (unveränderten) Stand der Dinge in Sachen defekter Druckleitung beim Kraftwerk Plons ein – der Fall liegt beim Handelsgericht und dürfte sich hinziehen; bis dato (Ende Oktober) sind Kosten von knapp 3,8 Millionen Franken aufgelaufen. Weitere wichtige Entscheidungen stehen an der nächsten Bürgerversammlung an: Etwa zum Beitrag von Mels an die Pizolbahnen (Defizitbeitrag von je gut 81'000 Franken über 13 Jahre hinweg, was eine Summe von gut einer Million ergibt, dazu eine Aktienkapitalerhöhung von knapp 800'000 Franken). Die Wahl eines neuen Organisationsmodells für die Schule soll ebenfalls im Frühjahr 2023 zur Debatte stehen.

Angesichts der zahlreichen Geschäfte und etlicher Wortmeldungen dauerte die Budgetgemeinde am Dienstag mehr als drei Stunden. Rege genutzt wurden im Anschluss der Apéro und der Austausch untereinander.

(Mehr in der Printausgabe vom Donnerstag.)

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