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Zug und Bahn statt St. Galler Staatskarossen

Im Kanton St. Gallen haben die Regierungsmitglieder keine Dienstfahrzeuge, es gibt aber vier Staatswagen. Damit wurden im letzten Jahr 36'414 Kilometer gefahren. Diese Angaben liefert die St. Galler Regierung in der Antwort auf einen Vorstoss der Grünen.

Keystone-SDA

Meinrad Gschwend, Fraktionschef der Grünen im St. Galler Kantonsrat, hatte von der Regierung in einem Vorstoss Auskünfte über den Einsatz "diverser Fahrzeuge und Karossen" gefordert.

Für das Erreichen der Klimaziele sei Eigenverantwortung gefordert, schrieb er. Und: "Die Reise beginnt mit dem ersten Schritt." Jedes Regierungsmitglied habe eine Vielzahl von Möglichkeiten, um mit dem eigenen Verhalten zur CO2-Reduktion beizutragen. Ein Beispiel dafür seien die Fahrzeuge, mit denen sich die Regierung chauffieren lasse.

Gschwend will unter anderem wissen, ob die Grösse der Staatskarossen-Flotte und deren Einsatz geprüft werde und ob Regierungsmitglieder vermehrt den öffentlichen Verkehr nutzen könnten.

Als Ersatz Elektrofahrzeuge

In der Antwort stellt die Regierung fest, dass es keine Dienstfahrzeuge gebe und dass keines ihrer Mitglieder einen der vier Staatswagen für die täglichen Hin- und Rückfahrt zum Arbeitsort nutze. Die Autos würden vor allem "für individuelle Fahrten zu externen Anlässen und Veranstaltungen" genutzt. Der Vorteil sei, dass dabei auch vertrauliche oder persönliche Gespräche geführt werden könnten.

Die Regierung nutze die Autos des Kantons "insbesondere aus Effizienzüberlegungen". Meistens seien die beiden Regierungsrätinnen und die fünf Regierungsräte aber mit dem öffentlichen Verkehr, dem eigenen Velo, einem Mobility Fahrzeug oder teilweise auch mit dem eigenen Auto unterwegs.

In der zur Antwort mitgelieferten Statistik ist ersichtlich, dass mit den vier Staatswagen im Corona-Jahr 2020 am weitaus wenigsten Kilometer zurückgelegt wurden, nämlich 36'414. Im Jahr zuvor waren es 61'974 Kilometer gewesen und für 2018 werden 51'050 Kilometer angegeben.

Die Autos werden nach einer Betriebsdauer von rund zehn Jahren ersetzt. Das Konzept der Kantonspolizei sehe vor, als neue Staatswagen grundsätzlich nur noch Elektrofahrzeuge zu kaufen, heisst es in der Antwort. Bereits sei ein Dieselfahrzeug durch einen "Elektrokleinbus" ersetzt worden. Auch bei der nächsten Gelegenheit werde dies so gehandhabt, "sofern aufgrund der abnehmenden Zahl an Regierungsfahrten eine Ersatzbeschaffung noch erforderlich ist".

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