Dienstag, 30. Juni 2020 | 06:45

Hongkonger Protestführer Joshua Wong erklärt Rücktritt aus Partei

Nach Berichten über die Verabschiedung des Sicherheitsgesetzes für Hongkong haben Joshua Wong und andere Führer der Demokratiebewegung den Rücktritt aus ihrer Partei verkündet. Das gab er über Facebook bekannt.

Nach Berichten über die Verabschiedung des Sicherheitsgesetzes für Hongkong haben Joshua Wong und andere Führer der Demokratiebewegung den Rücktritt aus ihrer Partei verkündet. Das gab er über Facebook bekannt.

Mit dem Sicherheitsgesetz vor der Tür sei es "kein Unsinn" für Anhänger der Demokratiebewegung, sich um ihre Leben und ihre Sicherheit zu sorgen, schrieb Wong am Dienstag auf Facebook und teilte seinen Rücktritt als Generalsekretär der 2016 gegründeten Partei Demosisto mit.

Der weltweit bekannte Aktivist schrieb weiter, er glaube nicht, dass sich an der Beharrlichkeit der Hongkonger durch das neue Gesetz oder andere "drakonische Gesetze" etwas ändern werde. Er wolle weiterhin in Hongkong bleiben, "bis sie mich zum Schweigen bringen und auslöschen." Auch die führenden Protest-Gesichter Nathan Law und Agnes Chow kündigten ihre Rücktritte an.

China demonstriert Macht

Ungeachtet weltweiter Kritik hatte China zuvor am Dienstag nach Medienberichten das kontroverse Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong erlassen. Der Ständige Ausschuss des Volkskongresses habe das Gesetz einstimmig angenommen, berichteten übereinstimmend mehrere Hongkonger Medien.

Es richtet sich gegen Aktivitäten, die von Peking als subversiv, separatistisch oder terroristisch angesehen werden. Auch soll es "heimliche Absprachen" mit Kräften im Ausland bestrafen. Die demokratische Opposition fürchtet, zum Ziel des Gesetzes zu werden.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

USA kämpfen gegen Neuinfektionen - Trump: Virus wird verschwinden

Gesundheitsexperten schlagen Alarm, mehrere Bundesstaaten bremsen die Lockerungen der Corona-Restriktionen oder führen einige gar wieder ein. US-Präsident Trump hält das nicht davon ab, weiter den Eindruck zu vermitteln, dass das Virus bald der Vergangenheit angehört.

Djokovic spendet in Corona-Krise 40'000 Euro an Novi Pazar

Novak Djokovic hat mehr als 40'000 Euro an die schwer von der Corona-Pandemie getroffene Stadt Novi Pazar in Serbien gespendet. Der Tennis-Star hatte es bei einer von ihm organisierten Tennistour an Vorsicht fehlen lassen.

Berichte: 24 Tote bei Massaker in Mexiko

Mindestens 24 Menschen sind in einer Einrichtung für Suchttherapie in Mexiko erschossen worden. Weitere sieben Menschen wurden dabei am Mittwoch (Ortszeit) in einem Vorort der zentralmexikanischen Stadt Irapuato verletzt.

Covid-19-Fall bei FC St. Gallen

Ein Spieler des FC St. Gallen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Stürmer Boris Babic war aus familiären Gründen nach Serbien gereist.

Streit über Sicherheitsgesetz: Britischer Aussenminister rügt China

Der britische Aussenminister Dominic Raab hat China in der Auseinandersetzung über das neue chinesische Sicherheitsgesetz für Hongkong scharf kritisiert.

Russland bekommt neue Verfassung für Putins Machterhalt

Bei einer von Manipulationsvorwürfen überschatteten Abstimmung haben die Menschen in Russland die neue Verfassung für einen Machterhalt von Kremlchef Wladimir Putin klar angenommen.