Freitag, 14. Februar 2020 | 11:45

Türkische Schriftstellerin von Terror-Vorwürfen freigesprochen

Ein Gericht in Istanbul hat die in Deutschland lebende türkische Schriftstellerin Asli Erdogan vom Vorwurf des "Terrorismus" freigesprochen. Die Richter befanden Erdogan als der "Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung" sowie "Zersetzungsversuchen" nicht schuldig.

Ein Gericht in Istanbul hat die in Deutschland lebende türkische Schriftstellerin Asli Erdogan vom Vorwurf des "Terrorismus" freigesprochen. Die Richter befanden Erdogan als der "Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung" sowie "Zersetzungsversuchen" nicht schuldig.

Das wurde am Freitag bekannt. Das Gericht ordnete zudem die Einstellung eines Verfahrens wegen "Terrorpropaganda" gegen die Autorin an.

Asli Erdogan hatte Kolumnen für die pro-kurdische Zeitung "Özgür Gündem" verfasst. Nach dem Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Juli 2016 wurde die Zeitung unter dem Vorwurf von Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) geschlossen, mehrere Mitarbeiter wurden festgenommen. Zudem wurden zahlreiche Unterstützer der Zeitung wegen "Terrorpropaganda" angeklagt.

Seit dem Putschversuch wurden in der Türkei etliche Medien geschlossen und Journalisten festgenommen. Die Türkei verschärfte zudem die Repressionen gegen Intellektuelle, Wissenschaftler und Aktivisten. Viele der Betroffenen flohen nach Deutschland. Zu den bekanntesten im Exil lebenden türkischen Intellektuellen zählt neben Asli Erdogan der frühere Chefredaktor der Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar.


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