Samstag, 13. Januar 2018 | 17:00

Tausende protestieren in Wien gegen rechtskonservative Regierung

Aus Protest gegen die neue rechtskonservative Regierung in Österreich sind am Samstag in Wien mehrere tausend Menschen auf die Strasse gegangen. Die Organisatoren werfen der Regierung rassistische, rechtsextreme und neofaschistische Tendenzen vor.

Aus Protest gegen die neue rechtskonservative Regierung in Österreich sind am Samstag in Wien mehrere tausend Menschen auf die Strasse gegangen. Die Organisatoren werfen der Regierung rassistische, rechtsextreme und neofaschistische Tendenzen vor.

"Unser Land wird nicht von den neuen Faschisten erobert werden", rief ein Aktivist der "Plattform für eine menschliche Asylpolitik", Michael Genner, bei der Auftaktkundgebung gegen die konservative ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz und die rechte FPÖ.

Die Menschen wollten zum Heldenplatz in der Innenstadt ziehen. Nach ersten Angaben der Polizei verlief der Protest friedlich. Zur Demonstration aufgerufen hatten auch die "Offensive gegen Rechts" und der "Plattform Radikale Linke".

FPÖ-Parteichef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte am Morgen beim traditionellen Neujahrstreffen seiner Partei bekräftigt, dass die Koalition die illegale Migration nach Österreich stoppen werde. Er attackierte "völliges Versagen der politischen Verantwortungsträger" während der Flüchtlingskrise im Jahr 2015.


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