Samstag, 12. Januar 2019 | 02:15

US-Demokratin Gabbard peilt Präsidentschaftskandidatur 2020 an

Die demokratische Abgeordnete Tulsi Gabbard will 2020 bei der Präsidentenwahl gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump kandidieren. Dies kündigte sie in einem TV-Interview an.

Die demokratische Abgeordnete Tulsi Gabbard will 2020 bei der Präsidentenwahl gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump kandidieren. Dies kündigte sie in einem TV-Interview an.

"Ich habe mich entschieden anzutreten und werde innerhalb der nächsten Woche eine formelle Ankündigung machen", sagte die 37-jährige am Freitag dem Fernsehsender CNN.

Die Politikerin wäre im Falle eines Wahlerfolgs das jüngste Staatsoberhaupt in der US-Geschichte. Gabbard vertritt Hawaii im Repräsentantenhaus. Die Irak-Veteranin ist das erste hinduistische Mitglied im US-Kongress und gehört dem Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses an.

Für ihre Entscheidung gebe es "viele Gründe". "Es gibt viele Herausforderungen, denen das amerikanische Volk gegenüber steht, über die ich mir Sorgen machen und die zu bewältigen ich helfen will." Sie wolle "das Thema Krieg und Frieden" in den Mittelpunkt ihrer Kampagne stellen.

In der Kritik wegen Assad-Besuch

Gabbard war 2017 in die Kritik geraten, als sie während eines Besuchs im Bürgerkriegsland Syrien nicht nur Flüchtlinge und Oppositionsführer, sondern heimlich auch Machthaber Baschar al-Assad traf. Als der Besuch öffentlich wurde, erklärte sie, sie habe die Begegnung ursprünglich nicht geplant. Als ihr die Gelegenheit geboten wurde, habe sie aber zugesagt, weil aus ihrer Sicht jede Chance genutzt werden müsse, "diesen Krieg zu beenden, der dem syrischen Volk so viel Leid bringt".

Ende Dezember hatte sich bereits die demokratische Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts für die Wahl 2020 in Stellung gebracht. Es wird damit gerechnet, dass auch Ex-Vizepräsident Joe Biden sowie die Senatoren Bernie Sanders, Kamala Harris, Corey Booker oder Kirsten Gillibrand für die Demokraten ins Rennen gehen könnten. Der frühere Wohnungsbauminister unter Ex-Präsident Barack Obama, Julian Castro, hat vor kurzem ebenfalls ein Wahlkomitee gegründet.


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