Mittwoch, 1. Juli 2020 | 11:00

US-Gericht stoppt Buchveröffentlichung von Trumps Nichte vorläufig

Ein Gericht im US-Bundesstaat New York hat die geplante Veröffentlichung eines Buches der Präsidentennichte Mary Trump vorläufig gestoppt.

Ein Gericht im US-Bundesstaat New York hat die geplante Veröffentlichung eines Buches der Präsidentennichte Mary Trump vorläufig gestoppt.

Damit gab der New Yorker Supreme Court am Dienstag (Ortszeit) dem Antrag von Donald Trumps jüngerem Bruder Robert auf eine einstweilige Verfügung bis zu einer Entscheidung in dem Fall statt, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Der Anwalt von Mary Trump, Ted Boutrous, kündigte Berufung an.

Laut dem Verleger Simon & Schuster erläutert die promovierte Psychologin in dem Werk, wie ihr Onkel Donald Trump "der Mann wurde, der jetzt die Gesundheit der Welt, die wirtschaftliche Sicherheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedroht".

Am Donnerstag hatte ein anderes Gericht im New Yorker Bezirk Queens einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt. Dieser weise "mehrere Unregelmässigkeiten" auf und hätte beim Supreme Court des Staates New York eingereicht werden müssen, hiess es.

Zur Begründung seines Antrags hatte Robert Trump angeführt, dass Mary Trump mit dem Buch gegen eine Vertraulichkeitsvereinbarung verstosse, die im Zusammenhang mit der Nachlassregelung ihres Grossvaters, des Vaters des Präsidenten, geschlossen worden sei. Der Präsident hat die Pläne zur Veröffentlichung mit Verweis auf die Vertraulichkeitsvereinbarung als rechtswidrig bezeichnet.

Das 240 Seiten lange Buch soll am 28. Juli erscheinen. Der Titel lautet auf Deutsch übersetzt: "Zu viel und nie genug - Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt geschaffen hat". Mary Trump ist die Tochter von Donald Trumps Bruder Fred, der 1981 starb. Sie sei das einzige Mitglied der Familie, "das willens ist, die Wahrheit über eine der mächtigsten und kaputtesten Familien der Welt preiszugeben", erklärte der Verleger auf seiner Webseite.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Ringo Starr feiert 80. Geburtstag im Internet

Der frühere Beatle Ringo Starr hat seinen 80. Geburtstag mit einer Online-Party gefeiert. Für die Show liess der einstige Schlagzeuger der legendären britischen Band am Dienstag Aufnahmen von musikalischen Tributen prominenter Freunde einspielen.

Kunstmuseum Basel erhält fauvistische Gemälde als Dauerleihgabe

Das Kunstmuseum Basel übernimmt sechs fauvistische Gemälde aus einer Schweizer Privatsammlung als Dauerleihgabe. Ein siebtes Werk aus der Sammlung konnte das Museum zu "besonderen Bedingungen" erwerben.

"Persönliche Probleme": Sänger Meighan verlässt Rockband Kasabian

Kasabian-Sänger Tom Meighan hat die Ende der 90er Jahre gegründete Rockgruppe aus Leicester verlassen. Wie die britische Band auf Twitter mitteilte, habe der Frontmann "mit persönlichen Problemen zu kämpfen, die sein Verhalten bereits seit einiger Zeit beeinflussen".

Deutsche Schriftstellerin Elke Erb erhält Georg-Büchner-Preis 2020

Die deutsche Schriftstellerin Elke Erb bekommt den Georg-Büchner-Preis 2020. Dies teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit.

Martin Suter spaziert im Kinofilm durch seine eigenen Romane

Ein unglaublicher Zufall: In dem Zürcher Aussenquartier, in dem Regisseur André Schäfer die heutige Szene für "Martin Suter - Der Mann hinter den Geschichten" spielen lässt, hat der Autor bis zu seinem fünften Lebensjahr gewohnt. Ein Setbesuch.

Deep Purple und Elton John verschieben Touren um ein Jahr

Die Coronakrise hält die Konzertveranstalter weiterhin auf Trab. Für die britische Rockband Deep Purple sowie ihren Landsmann Elton John ist immerhin jetzt schon klar: Ihre Tourneen können um ein Jahr verschoben werden. Betroffen sind demnach auch die Schweizer Shows.