Mittwoch, 28. März 2018 | 14:09

15-Jährigen Sprayer in Mels gefasst

Die Kantonspolizei hat den mutmasslichen Verursacher verschiedener Schmierereien in Mels stellen können. Der Täter soll ein 15-Jähriger sein.

Sprayereien auf Naturstein: Gemäss Polizei wird das Entfernen der Farbe sehr teuer. (Bild Michael Kohler)

Mels.– In der Zeit zwischen Freitag, 16. März, und Dienstag, 20. März, sind in Mels mehrere Schmierereien verursacht worden. Betroffen war vor allem der Raum Ringstrasse, Gonzenweg und Sarganserstrasse, wo Container, Steinsäulen, Mauern, Zäune, eine Verkehrstafel und Sichtschutzwände in Mitleidenschaft gezogen wurden (Ausgabe vom 23. März). Wie die Kantonspolizei St. Gallen am Donnerstag mitteilte, hätten bis dahin sechs Beschädigte einen Strafantrag wegen Sachbeschädigung und Schmierereien gestellt.

Zivilrechtliche Angelegenheit

Inzwischen konnte ein 15-jähriger Jugendlicher ermittelt werden, der beschuldigt wird, die Schmierereien begangen zu haben. Der Jugendliche soll laut Polizei in der Region wohnhaft sein. Er wird sich nun wegen seiner Vergehen vor der Jugendanwaltschaft verantworten müssen. Dabei bezeichnet die Kantonspolizei die Tat nicht etwa nur als einfachen Lausbubenstreich. «Es handelt sich zwar um marginale Schmierereien, ein paar Striche und Punkte. Und trotztdem wird die Entfernung der Farbe sehr teuer – vor allem auf Materialien wie Naturstein», kommentiert etwa der Mediensprecher Gian Andrea Rezzoli. Der Schadensbetrag belaufe sich auf mehrere tausend Franken.

Ob der Jugendliche für den Sachschaden und die Entfernung der Farbe aufkommen muss, sei laut Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei, «letztlich eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen den Geschädigten und dem Verursacher». Es sei aber schon davon auszugehen, dass der Jugendliche oder seine gesetzlichen Vertreter (Eltern) dafür aufkommen müssten.

Walenstadt: Verfahren eingestellt

Anders bei einer ähnlichen Straftat in der Gemeinde Walenstadt: Am Weihnachtswochenende 2016 haben dort Unbekannte öffentliche und private Gemäude mit obszönen Parolen verunstaltet. Die Schadenssumme belief sich auf rund 100 000 Franken. Um die Täterschaft zur Rechenschaft ziehen zu können, hatte die politische Gemeinde eine Belohnung von bis zu 5000 Franken ausgesetzt. Die Suche nach den Verbrechern verlief erfolglos, rund ein Jahr nach dem Vandalenakt ist das Verfahren eingestellt worden. (sl)


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