Sonntag, 22. Oktober 2017 | 23:11

17-Jähriger nach Gewalttat in Flums verhaftet

In Flums sind am Sonntag Abend nach 20 Uhr mehrere Personen durch einen Angriff mit einer Axt verletzt worden. Der Täter konnte von der Polizei nach einem Schusswaffeneinsatz gefasst werden. Er wurde dabei verletzt. Nach ersten Erkenntnissen dürfte es sich nicht um einen Terrorakt gehandelt haben.

Von Reto Vincenz und Michael Kohler

In Flums sind am Sonntag Abend mehrere Personen bei einer Gewalttat verletzt worden. Über die Schwere der Verletzungen wurde vorerst nichts bekannt. Auch über die Hintergründe der Tat machte die Polizei keine Angaben; terroristisch motiviert soll der Angriff offenbar aber nicht gewesen sein. Die Rettungs- und Einsatzkräfte waren mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Wie die Polizei bestätigte, erfolgte ein erster Angriff auf mehrere Personen am Postplatz. Der mutmassliche Einzeltäter, ein 17-jähriger Lette, flüchtete zunächst mit einem Auto. Nach einem Unfall setzte er seine Flucht zu Fuss fort. Bei der Agrola-Tankstelle kam es dann zu einem zweiten Angriff. Betroffen waren gemäss Polizeiaussagen vor Ort Angestellte und Kunden der Tankstelle. Die Polizei stoppte den Angreifer mit einer Schusswaffe. Er wurde verletzt. Weitere Angaben macht die Polizei nicht; sie kündigte für Montag eine Medienkonferenz an.

Schreie auf Video zu hören

Kurz nach der Tat kursierten via Handys und auf Social-Media-Plattformen bereits Videos und Bilder, die angeblich vor Ort gemacht worden sind. Auch der Redaktion des «Sarganserländers» wurden mehrere Dateien zugespielt. Auf einem Video waren Schreie und ein mutmasslich flüchtendes Auto zu hören. Die Handybilder zeigten Blutspuren und eine verletzte Hand. Die Authentizität der Aufnahmen liess sich allerdings vorerst nicht zweifelsfrei bestätigten.

In der Nacht auf Montag nahmen Sicherheitskräfte laut Medienberichten weitere Grosseinsätze vor. So sei ein Helikopter über Flums geflogen und unter anderem ein Wohnhaus mit Zusammenhang zum mutmasslichen Täter durchsucht worden, schreibt die Nachrichtenagentur SDA.


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