Dienstag, 28. Mai 2019 | 09:10

Alpinkader der Kantonspolizei übt in Mels

Wenn Personen im alpinen Gelände verletzt oder getötet werden, ist das Zusammenspiel verschiedenster Spezialisten sehr wichtig. Das Alpinkader der Kantonspolizei St. Gallen hat das Zusammenspiel mit allen möglicherweise involvierten Parteiorganisationen beim Tiergarten in Plons praktisch geübt.

nb/kapo

Mels.– Durchschnittlich wird die Kantonspolizei St. Gallen einmal pro Woche bezüglich einem Unfall im alpinen Gelände alarmiert. Je nach Ereignisart und -ort rücken dann verschiedenste Rettungsspezialisten und Sachverständige aus. Priorität hat selbstverständlich stets die medizinische Versorgung der Patienten, die in der Regel durch die Rega wahrgenommen wird. Sobald jedoch die Bergung im alpinen Gelände gewisse Anforderungen an die Retter stellt, werden die Spezialisten der Alpinen Rettung – im Sarganserland ist die Alpine Rettung Pizol im Einsatz – beigezogen. Diese ist nicht zu verwechseln mit dem Alpinkader der Kantonspolizei St. Gallen, dem die Tatbestandsaufnahme am Unglücksort obliegt. Für sie ist die Frage nach dem Grund des Unfalls zentral und letztlich muss klar sein, dass es sich tatsächlich um einen Unfall und kein Delikt handelt. In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Forensik untersucht das Alpinkader dabei auch benutzte Gerätschaften oder Ausrüstungen der Verunfallten.

Üben für den Ernstfall
Nebst Wander- und Kletterunfällen in Berggebieten oder an künstlichen Kletterwänden fallen auch Ski- und Schlittelunfälle, Lawinen-, Hängegleiter-, Basejumperunfälle und andere Trendsportarten, Vorfälle in Höhlen, mit Personenbeförderungsanlagen und Vermisstensuchen in Berggebieten oder in absturzgefährdetem Gelände in den Aufgabenbereich des Alpinkaders. Die zwölf Mitglieder üben ihre Tätigkeit nebst ihren angestammten Aufgaben aus und verfügen alle über alpine Erfahrungen. Im vergangenen Jahr wurden bei Ereignissen im Gebirge 14 Personen getötet und 13 verletzt, tendenziell ist leider eine Zunahme von Freizeitunfällen feststellbar. Im laufenden Jahr wurde das Alpinkader bereits über 20 Mal aufgeboten – damit das Zusammenspiel mit Rega, Alpiner Rettung Ostschweiz, Staatsanwaltschaft, Kompetenzzentrum Forensik, Dienstchef der Polizei und Kantonaler Notrufzentrale im Ernstfall reibungslos funktioniert, haben die verschiedenen Parteiorganisationen nach einem theoretischen Halbtag auch praktisch beim Tiergarten in Plons geübt. (nb)


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