Freitag, 3. Februar 2017 | 08:38

Am Pizol von Lawine verschüttet

Am Donnerstagnachmittag, kurz vor 15 Uhr, ist es im Pizolgebiet unterhalb des Klettergartens Twärchamm Richtung Täli – ausserhalb der markierten Pisten – zu einem Lawinenabgang gekommen. Dabei wurde ein 43-jähriger Tourenskifahrer verschüttet. Er konnte lebend geborgen werden, teilt die Kantonspolizei St. Gallen mit.

Wie die Polizei weiter schreibt, sei der 43-Jährige zusammen mit seiner Frau auf einer Skitour Richtung Pizolsattel gewesen. Aufgrund des schlechten Wetters und Problemen mit der Ausrüstung entschieden sie sich jedoch zur Umkehr und traten den Rückweg zur Pizolhütte an. Dabei löste sich ausserhalb der markierten Pisten eine Schneebrettlawine, die den 43-jährigen vollständig verschüttete. Seine Frau konnte vor Ort keinen Notruf absetzen und musste zuerst zurück zur Pizolhütte um die Rettungskräfte zu verständigen.

Nach dem Notrufeingang wurden Bergrettungs-Spezialisten ins Skigebiet geflogen. Allerdings mussten diese wegen der Witterungsverhältnisse Teile der Strecke bis zum Verschütteten zu Fuss zurücklegen. Den Rettern gelang es schliesslich den 43-jährigen zu orten und ihn aus der Lawine zu bergen. Er war ansprechbar und konnte von der Rega ins Spital geflogen werden. Nach ersten Erkenntnissen dürfte sich der Mann keine Verletzungen zugezogen haben.

Im Einsatz sei nebst dem Alpinkader der Kantonspolizei St.Gallen auch die Alpine Rettung Pizol, Mitarbeiter der Pizolbahnen,  ein privates Helikopterunternehmen und die Rega gewesen. Das Alpinkader untersucht nun den genauen Unfallhergang. Noch ist unklar weshalb sich die Lawine gelöst hat.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Eine Flut von Steinpilzen

Noch vor einem Monat hiess es, die Dürreperiode schade der Pilzernte. Die Lage hat sich seither stark verbessert, und auch im Sarganserland wird fleissig in die Pilze gegangen.

Mehrheit von «sachlichen Argumenten» überzeugt

Die Melser Stimmbevölkerung stimmt dem Teilzonenplan Uptown mit 55 Prozent Ja-Stimmen zu. Gemeinderat und Bauherrschaft sind «sehr erfreut», das Referendumskomitee akzeptiert den Entscheid.

Beinahe ein Rad ab – und andere Gerichtsgeschichten

Das Kreisgericht in Mels öffnet morgen seine Pforten. So lässt sich jene Bühne aufsuchen, auf der sich über die Jahre so viele kleine und grosse Dramen abspielen, zuweilen auch Tragödien und manchmal Komödien. Ein Vorgeschmack.

Der Berg ruft – und behält viele, die seinem Schrei folgen

Ein herrlicher Sommer, wie es ihn nirgends zu verbringen schöner war und ist, als hoch oben in den Bergen. Doch das Gebirge fordert immer wieder Opfer. Dieses Jahr sogar erschreckend viele, wie eine aktuelle Statistik des Schweizer Alpen-Clubs zeigt.

«Da war es schon zu spät»

Der Glarner Schriftsteller Walter Hauser hat mit seinem Buch «Hoffen auf Aufklärung» Salz in zwei im Sarganserland nicht verheilte Wunden gestreut. Ob das Werk hilft, sechs Jahre alte Tötungsdelikte in Bad Ragaz und Vilters zu klären, ist offen. Bei der St.  Galler Staatsanwaltschaft sind die Fälle sistiert.

Nach Sturz bewusstlos

Am Dienstagvormittag (18. September) hat sich ein 56-jähriger Arbeiter in Sargans beim Sturz von einem Gerüst am Kopf verletzt. Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden.