Sonntag, 17. Dezember 2017 | 12:51

Beil-Attacke: Staatsanwalt prüft die Schussabgabe

Die Anklagekammer des Kantons St.Gallen hat der Staatsanwaltschaft die Ermächtigung erteilt, eine Strafuntersuchung im Fall Flums zu eröffnen.

St. Gallen/Flums.–  Beamte der Kantonspolizei St.Gallen hatten einen Jugendlichen mit Schüssen gestoppt, nachdem er Passanten mit einer Axt angegriffen hatte. Roman Dobler, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte am Freitag einen Bericht des Regionaljournals Ostschweiz von Radio SRF. Die Anklagekammer begründete ihren Entscheid damit, dass ein Schusswaffeneinsatz durch die Polizei ein seltenes Ereignis von erheblichem Gewicht sei, das grundsätzlich der Abklärung bedürfe.

Mehrer Personen angegriffen
Ein 17-jähriger, aus Lettland stammender Lehrling, hatte am 22. Oktober in Flums mehrere Personen mit einem Beil angegriffen und sechs Opfer zum Teil schwer verletzt. Die Polizei nahm den Täter nach einem Taser- und Schusswaffeneinsatz fest. Der Täter wurde ebenfalls verletzt.
Durch das beherzte Eingreifen von Passanten und Polizisten konnte noch Schlimmeres verhindert werden. Der Täter befindet sich in Untersuchungshaft. Er wird sich im kommenden Jahr unter anderem wegen mehrfacher versuchter Tötungsdelikte vor Gericht verantworten müssen. Die Motive des Täters sind nicht bekannt. (sda)


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