Dienstag, 26. Mai 2015 | 21:47

Das Gefängnis in Flums bleibt noch bis etwa 2020 in Betrieb

Der Kanton reorganisiert die Gefängnisse und plant in Altstätten den Ausbau auf 126 Plätze. Anschliessend sollen vier regionale Gefängnisse aufgehoben werden.

Jerry Gadient

Die Reorganisationspläne kamen schon vor zwei Jahren auf den Tisch, nun konkretisieren sie sich: Für den Ausbau des Gefängnisses in Altstätten hat der Kanton einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, der bis Ende dieses Jahres entschieden sein soll. Im kantonalen Investitionsplan sind für die Erweiterung von heute 45 auf 126 Plätze 75 Mio. Franken aufgeführt. Bei einer Volksabstimmung im Jahre 2018 ist gemäss einer Mitteilung der Staatskanzlei 2019 mit dem Baubeginn zu rechnen.
Von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten
Nach einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren sollen dann die Gefängnisse in Flums, Widnau, Gossau und Bazenheid aufgehoben werden. Was bedeutet, dass die zehn Gefängnisplätze in Flums noch bis etwa 2020 betrieben werden. Dort sind im Polizeigebäude an der Bergstrasse gemäss Auskunft von Joe Keel, dem Leiter des kantonalen Amts für Justizvollzug, nebst Untersuchungshäftlingen Delinquenten untergebracht, die Freiheitsstrafen zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten verbüssen.
Die Verzögerung bei der Reorganisation der Gefängnisse im Kanton St. Gallen hat sich gemäss Keel aufgrund geänderter Bundesvorschriften im Bereich ausländerrechtliche Haft ergeben. Diese haben dazu geführt, dass das in Altstätten vorgesehene Raumprogramm nochmals überarbeitet werden musste, damit der Bund den Bau der neuen Gefängnisplätze subventioniert.
Wie hoch diese Subventionen ausfallen, wird sich bei Vorliegen des konkreten Projekts zeigen. Dieses wird zunächst dem Kantonsrat vorgelegt werden, bevor es zu einer Volksabstimmung kommt.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Einfamilienhaus in Heiligkreuz fängt Feuer

Am Samstagmorgen, 13. Juli, kurz nach 4 Uhr, ist in einem Einfamilienhaus an der Tscherfingergasse in Heiligkreuz ein Brand im Dachstock entdeckt worden. Die Brandursache wird abgeklärt, wie die Polizei mitteilt. Der Bewohner wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

Gaffer werden angezeigt

Die Kantonspolizei St. Gallen hat nach dem tödlichen Unfall auf der A1 bei Gossau rund ein Dutzend Gaffer angezeigt, die mit Handy am Steuer erwischt wurden.

Potenzial der Schils wird seit Jahrhunderten genutzt

Beim Projektstart zur Erneuerung des Kraftwerkes Schils erinnerte Gemeindepräsident Christoph Gull an die bis ins Mittelalter zurückreichende Nutzung der Wasserkraft dieses Wildbaches. Die Initianten zeigten sich erfreut, dass sie bei der Baubewilligung nicht mit Einsprachen konfrontiert wurden.

Die «altehrwürdige Dame» ist wachgeküsst – nur anders

Nach fünfmonatiger Renovation ist der «Quellenhof» in Bad Ragaz seit dem 1. Juli wieder geöffnet. Gestern Mittwoch, just am 150. Jahrestag des Grand Hotels, zeigten Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Architekt eindrücklich, dass sie den Spagat geschafft und die Tradition des Hauses mit der Neuzeit verbunden haben.

Rumäne will mit Spendenformularen betrügen

Die Kantonspolizei St.Gallen hat im Melser Riet rund um die dortigen Einkaufszenter einen 34-jährigen Rumänen festgenommen. Der Mann steht im Verdacht, mittels gefälschtem Spendenformular Betrüge begangen zu haben. Zuvor dürfte er einer Frau in Buchs bereits Geld gestohlen haben, heisst es in einer Medienmitteilung dazu.

Geteilte Meinungen zum Rückzieher des Kantons

Die Reaktionen zur Neuauflage der dritten Etappe des Hochwasserschutz-Projektes Seez durch den Kanton fallen unterschiedlich aus. Namentlich in Mels und in Flums-Grossberg gibt es verschiedene Meinungen.