Montag, 29. Oktober 2018 | 19:56

Die Gemeinde Vilters-Wangs bekommt ein Millionenerbe

Das muss wahre Heimatliebe sein: Acht Millionen Franken und eine Liegenschaft hat ein verstorbenes Ehepaar der Gemeinde Vilters-Wangs vermacht. Das Vermögen muss für karitative Zwecke eingesetzt werden. Bedacht worden ist auch das Kunstmuseum in St. Gallen – es erhält die bedeutende Kunstsammlung des Paares.

von Reto Vincenz

Es ist ein bisschen wie die Geschichte vom unbekannten reichen Onkel in Australien, der nach seinem Tod ein Millionenvermögen hinterlässt: Die Gemeinde Vilters-Wangs hat von einem deutschen Ehepaar acht Millionen Franken und eine Liegenschaft samt Einfamilienhaus an der Neugutstrasse in Vilters vermacht bekommen. Das Ehepaar Maria und Johannes Krüppel-Stärk ist 1987 nach Vilters gezogen und hatte eher zurückgezogen und bescheiden gelebt. 

Wie Gemeindepräsident Bernhard Lenherr gegenüber der Redaktion sagte, hätten die Eheleute dabei aber auf eine umfassende Nachbarschaftshilfe zählen können. Lenherr: «Sie haben sich ohne Frage sehr wohl gefühlt in unserer Gemeinde und haben hier einen wunderbaren Lebensabend verbringen dürfen.» Als Dank dafür haben die kinderlos gebliebenen Eheleute die Gemeinde Vilters-Wangs als Alleinerbin für ihr ganzes in der Schweiz gelegenes Vermögen eingesetzt. Über die Verwendung entscheidet der Gemeinderat. Eingesetzt werden darf es ausschliesslich für soziale Zwecke und nur für Einwohnerinnen und Einwohner von Vilters-Wangs. Ihre Besitztümer in Deutschland haben sie dem gemeinnützigen Verein «Schwestern Salvatorianerinnen e. V.» in Kerpen (NRW) überschrieben. 

Freuen darf sich auch das Kunstmuseum in St. Gallen. Maria und Johannes Krüppel-Stärk waren Kunstsammler. Ihre Liebe galt Werken deutscher und niederländischer Künstler aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Das Museum erhält 57 Gemälde, 89 Zeichnungen und 1358 Druckgrafiken. Darunter Arbeiten sehr bekannter Künstler wie Rembrandt. 

 

(Mehr in der gedruckten Ausgabe vom Dienstag, 30. Oktober)


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

«Hammerschlag» für die neue Mehrzweckhalle in Walenstadt

In Walenstadt wird ab sofort an der neuen Mehrzweckhalle am See gewerkt. Gestern trafen sich die Vertreter von Armee, Gemeinde, Baukommission sowie der realisierenden Arbeitsgemeinschaft zum Spatenstich bzw. «Hammerschlag». Bereit sein soll die Dreifachturnhalle mit Bühne und Küche im Oktober 2020.

5G-Netz stellt Gemeinden vor grosse Herausforderungen

Der Aufbau des 5G-Netzes fordert nicht nur den Bund, der für die Vergabe von Mobilfunkfrequenzen zuständig ist, sondern auch die Kantone und die Gemeinden. Letztere sind für die Prüfung der Baugesuche verantwortlich. Auch Gemeinden des Sarganserlandes sind mit entsprechenden Gesuchen konfrontiert.

Bad Ragaz: Fahrunfähig vor Kontrolle geflüchtet

Am Mittwoch, 22. Mai, kurz vor 1 Uhr morgens, hat sich eine 59-jährige Frau bei der Autobahnausfahrt A13 in Maienfeld einer polizeilichen Kontrolle entzogen. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen wurde bei der Autobahnausfahrt A13 in Maienfeld aufmerksam auf die 59-jährige Frau, welche in ihrem Auto schlief. Als sich das Patrouillenfahrzeug anlässlich einer Kontrolle näherte, fuhr die 59-Jährige mit ihrem Auto in Richtung Bad Ragaz los. "Die Patrouille versuchte das Auto mittels der Matrix "Stop Polizei" anzuhalten", steht in der Mitteilung der Kantonspolizei St.Gallen. Die Frau setzte ihre Fahrt fort Richtung Zentrum, ignorierte dabei weitere polizeiliche Haltezeichen und missachtete mehrfach Verkehrsvorschriften. Die Autofahrerin konnte gemäss Polizeiangaben schliesslich beim Bartholomeplatz angehalten werden. Sie wurde durch die Polizisten als fahrunfähig eingestuft. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen verfügte bei ihr eine Blut- und Urinprobe und sie musste ihren Führerausweis auf der Stelle abgeben. (sl)

Die Palfriesbahn ist bereit, das Wetter noch nicht

Die letzten November beschlossene Erneuerung von Steuerung und Antrieb der Palfriesbahn ist über den Winter realisiert worden. Jetzt muss nur noch der Schnee weichen, damit sie in die neue Saison starten kann.

Huonder schon in Wangs, Administrator für Bistum Chur

Der frühere Churer Bischof Vitus Huonder ist bereits ins Knabeninstitut Sancta Maria nach Wangs gezogen. Derweil hat das Bistum Chur mit dem Walliser Pierre Bürcher einen Apostolischen Administrator erhalten.

Ein geselliges Gelage für den «Meister der Spritzen»

Ein grosses Fest für einen grossen Doc – im Grand Resort ist der Bad Ragazer Arzt Rolf Hohmeister in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit dabei: eine hochillustre Gesellschaft, die sich – wie es sich der (Hoh-)Meister gewünscht hatte – ganz der Kunst, der Kultur und dem Genuss gewidmet hat.