Sonntag, 7. Juni 2015 | 23:23

Einmaliges Feldschiessen

Das Feldschiessen 2015 im Sarganserland ist auf acht Schiessplätzen unfallfrei durchgeführt worden. Der letzte Schuss fiel am Sonntagnachmittag in Weisstannen. Maximalresultate gab es keine.

 

Zum Feldschiessen eingeladen haben der Schützenverband Sarganserland (SVS) und dessen Vereine. Sie haben fleissig die Werbetrommel gerührt. Viel Volk hat die Einladung angenommen und dieses ganz spezielle Schiessen entweder mit dem Gewehr oder mit der Pistole oder sogar mit beidem absolviert. Was die Beteiligung betrifft, mutmassten SVS-Präsident Othmar Albertin (Walenstadt) und Feldchef Emil Aggeler (Schwendi) schon am Samstag, dass heuer weniger Schiessende als 2014 antreten würden. Aggeler schätzte die Minderbeteiligung in der Region auf rund 50 bis hundert Schützinnen und Schützen. Er sollte Recht behalten. Es waren 51 weniger als 2014.

Zeichen der Wertschätzung

Albertin und Aggeler haben während des Feldschiessens alle Stände besucht. «Nicht um zu kontrollieren», betonte Ag-geler, «sondern als Zeichen der Wertschätzung. Die Vereine haben wie gewohnt ausgezeichnete Arbeit geleistet. Der Hinweis, vermehrt auf die Sicherheit in den Ständen zu achten, wurde befolgt.» 

Während des Schiessens wurde freund-lich auf Fehler hingewiesen. «Die Pistole wird erst auf der Ladebank ausgepackt», hiess es beispielsweise. Ebenfalls ausgezeichnet funktionierte «der hintere Laden» – das Büro – auf allen Anlagen. «Die Abläufe sind eingespielt. Die Munitions- und Standblattausgabe ebenso wie die Resultatauswertung und das Verteilen der Auszeichnungen», lobte Aggeler. 

Zwischen dem Nebensee und dem Dorf Vättis standen Schiesswilligen acht 300-Meter-Stände und zwei Pistolenstände zur Verfügung, um am Feldschiessen teilzunehmen. In den Ständen herrschten unterschiedliche Stimmungen. Im 300-Meter-Stand Mols stan-den die Schiessenden am Samstagnachmittag an. Gleichzeitig wartete das Personal in den Ständen Wa-len-stadt, Flums, Mels und Sargans auf «Kundschaft». 

Gut besucht waren zeitweise die Pistolenstände. Im Taminatal absolvierten auf der «Spina» noch ge-gen Ende des letzten Schiesstages pro Ablösung jeweils vier bis acht Schützinnen und Schützen das Programm.

In allen Ständen wurden Schiessende, wenn nötig, sehr gut betreut. Das reichte vom Crashkurs in der Pistolenhandhabung bis zur Unterstützung beim «Schrauben» am Visier der Gewehre. 

Gründe, um mitzumachen

Der Gründe, am Feldschiessen mitzumachen, sind viele. Alfons Aebi (Fläsch) schoss in Sargans mit der Pistole das 25-Meter-Programm. Gefragt, weshalb er teilnehme, antwortete er: «Als Offizier ist es für mich eine Selbstverständlichkeit.» Major Aebi hat nicht nur mitgemacht, sondern er hat für sein sehr gutes Resultat Kranz und Karte abgeholt.

Anders begründete Bettina Pfiffner ihre Teilnahme: «Ich schiesse bei den Pistolenschützen Flums das Jahresprogramm. Für mich ist das Feldschiessen ein Wettkampf wie jeder andere. Einfach einer mit speziellen Voraussetzungen.»

Ehrgeiz und Kampfgeist sind bei den «sportlich» Schiessenden der Hauptgrund, um anzutreten. 

Und dazu kommen noch die, die mit Freunden, mit der Familie mitmachen, um etwas zu erleben. «Das Feldschiessen war, ist und bleibt eben etwas Einmaliges», ist Feldchef Aggeler überzeugt. «Auch die Ergebnisse sind wieder erfreulich. Es sind viele sehr gute Resultate erzielt worden. An der Spitze sind es 71 Punkte mit dem Gewehr, erzielt von Astrid Fluor (MSV Sargans) und 177 Pistolenpunkte von Paul Schnider (PS Sargans).»

 

Resultate und Bilder werden am Mittwoch veröffentlicht

 


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