Donnerstag, 7. Februar 2019 | 11:37

Ermittlungen wegen sexuellen Handlungen in St. Galler Kita

Ein Mitarbeiter einer St. Galler Kindertagesstätte steht im Verdacht, Kinder sexuell missbraucht zu haben, in privatem Rahmen und im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit. Zudem steht er im Verdacht, kinderpornografisches Material hergestellt zu haben.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Wegen Verdachts auf Verbreitung im von Kinderpornografie im Darknet führte die St. Galler Staatsanwaltschaft im vergangenen Juli Hausdurchsuchungen durch, darunter in einer Kindertagesstätte in der Stadt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Im Fokus der Ermittlungen stand ein 33-jähriger Schweizer.
Es besteht laut Staatsanwaltschaft der dringende Verdacht, dass dieser Mann an zwei kleinen Buben sexuelle Handlungen vorgenommen hat; die Kinder waren weniger als zwei Jahre alt. Dabei soll er Videos erstellt haben, die er zum Teil im Darknet verbreitete.
Eines der beiden Kinder soll der Verdächtigte im privaten Rahmen missbraucht haben. Der zweite Bub sei "im Rahmen der beruflichen Tätigkeit des Beschuldigten bei der von der Hausdurchsuchung betroffenen Kindertagesstätte" missbraucht worden, wie es im Communiqué heisst.

Beschuldigter war bereits in U-Haft
Verdächtigt wird der Kita-Mitarbeiter zudem, von zwei weiteren Buben "im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit sexuell motivierte Fotos" gemacht zu haben. In einem Fall soll er die Bilder anonymisiert online verbreitet haben.
Der Mann wurde im Juli 2018 festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Bei Hausdurchsuchungen im Juli sichergestellte Datenträger wurden inzwischen ausgewertet. Dabei kamen laut Staatsanwaltschaft mehrere zehntausend sichergestellte Bilddateien mit mutmasslich kinderpornografischem Inhalt zum Vorschein.
Die St. Galler Staatsanwaltschaft steht mit den Eltern der in der betroffenen Kindertagesstätte betreuten Kinder in Kontakt. (sda)


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