Dienstag, 21. März 2017 | 16:32

Fall Marija: Busse wegen Drohung

Ein 45-jähriger Schweizer wurde für ein Facebookeintrag in Zusammenhang mit der Ausweisung von Marija Milunovic bestraft. Er bedrohte den Leiter des Migrationsamtes des Kantons St.Gallen, wie die Staatsanwaltschaft gestern mitteilte. Sinngemäss hatte der Gebüsste geschrieben, dass der Leiter des Migrationsamtes des Kantons St.Gallen sich einen Strick nehmen solle, bevor es andere tun.

Er wäre persönlich der Henker des namentlich genannten Beamten, wenn die Todesstrafe wieder eingeführt würde. Er beschimpfte ihn in seinem Eintrag mehrfach. Die Staatsanwaltschaft erliess im Februar einen Strafbefehl gegen den Urheber des Eintrages wegen mehrfacher Beschimpfung und versuchter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Er wurde mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 110 Franken sanktioniert. Für die Geldstrafe erhielt er eine Probezeit von drei Jahren. Bezahlen muss er hingegen eine Busse in der Höhe von 300 Franken und die Verfahrenskosten von 400 Franken. Die Situation von Marija selber hat sich in den letzten Tagen nicht verändert. Sie befindet sich in Serbien. Das Liechtensteiner Ausländer- und Passamt befasst sich derzeit mit ihrem im «Ländle» gestellten Au-Pair-Gesuch. Der Entscheid ist hängig. (sl)


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