Samstag, 20. Januar 2018 | 10:34

Glück bei Lawinenabgang in Flumserberg

Am Freitag kurz nach 16.35 Uhr sind im Bereich Stellitäli in Flumserberg zwei Lawinenniedergänge festgestellt worden. Eine Lawine verschüttete einen gesperrten Winterwanderweg. Die Lawinen dürften von zwei Variantenskifahrern ausgelöst worden sein. Die Lawinenniedergänge lösten eine grosse Suchaktion von Kantonspolizisten, alpiner Rettung, Rega, Hundeführern und Bergbahnangestellten aus. Nach jetzigen Erkenntnissen dürften keine Personen zu Schaden gekommen sein. Die Kantonspolizei St. Gallen warnt vor grosser Lawinengefahr.

Die beiden Lawinenabgänge blieben vorerst unbemerkt, da sich die verantwortlichen Skifahrer nicht beim Pistenrettungsdienst meldeten. Bei der Schlusskontrolle entdeckten die Bergbahnangestellten die Lawinenabgänge. Da die Umstände der Lawinenauslösung unklar waren und Verschüttete nicht ausgeschlossen werden konnten, wurden umgehend Suchmassnahmen durch den Pistenrettungsdienst, Hundeführer der Alpinen Rettung und das Alpinkader der Kantonspolizei St. Gallen eingeleitet. Infolge Nebels konnte die Rega mit den Rettern nicht ganz an den Lawinenkegel fliegen. Vorsorglich wurden gemäss Mitteilung der Kantonspolizei auch ein Rettungswagen und die Feuerwehr aufgeboten.

Spuren festgestellt

Nach jetzigen Erkenntnissen dürften zwei unbekannte Variantenskifahrer bei der Bergstation Seeben die gesicherte Piste verlassen haben. Anschliessend traversierten sie unterhalb des Stellikopfs den steilen Nordosthang. Dabei lösten sie ein erstes Schneebrett auf einer Breite von rund 100 und einer Länge von rund 200 Metern aus. Es konnten sowohl Ein- wie auch Ausfahrtsspuren festgestellt werden. Diese führten talwärts zum Verbindungsweg zur Seeben. Dort verliessen die Spuren den Weg, führten in einen Hang und lösten ein weiteres Schneebrett von rund 70 Metern Breite und 50 Metern Länge aus. Auch bei diesem Lawinenkegel konnten laut Kantonspolizei Ein- und Ausfahrtsspuren festgestellt werden. 

Die Kantonspolizei weist darauf hin, dass für Variantenfahrer zurzeit sehr ungünstige Verhältnisse bestehen. Schneesport abseits gesicherter Pisten erfordere viel Erfahrung. Sollten trotzdem Lawinen durch Schneesportler ohne Folgen ausgelöst werden, verhindere eine Meldung an Pistenrettungsdienst oder Polizei das Aufgebot einer Suchmannschaft und entsprechende Kosten. (sl)


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