Donnerstag, 7. Juni 2018 | 20:07

Hochspannung vor der letzten regionalen Fussballrunde

Mit dem FC Flums (3. Liga) und dem FC Taminatal (4. Liga) schweben zwei lokale Fussballklubs in Abstiegsgefahr. Auch den FC Walenstadt kann es in der 3. Liga noch treffen. Mels, Sargans und Bad Ragaz können die letzte Runde dafür ohne Druck in Angriff nehmen.

von Reto Voneschen

Die Super-League-Saison ist seit einiger Zeit beendet, die Nationalspieler befinden sich seit Längerem schon in der Vorbereitung auf die Fussball-Weltmeisterschaft in Russland. In den regionalen Ligen steht am Wochenende aber noch die letzte Runde an. 

Mels erreicht Minimalziel

Aufatmen durfte der 2.-Ligist FC Mels am letzten Spieltag. Mit 2:0 gewann er das Heimspiel gegen Aufsteiger Ems, der nun seinerseits auf eine Niederlage des direkten Konkurrenten St. Mar-grethen hoffen muss. Für Mels geht es in der letzten Runde mit dem morgigen Auswärtsspiel in Altstätten nur noch darum, auf welchem Rang die Saison abgeschlossen wird. Zwischen Rang 5 und 9 ist alles möglich. Mit dem Klassenerhalt wurde das Minimalziel erreicht, die Ambitionen vor dem Saisonstart gingen aber in Richtung Spitzenplätze. Eine verpatzte Hinrunde (nur sieben Punkte) verunmöglichte dies aber. Auf einem Abstiegsplatz wurde die Rückrunde in Angriff genommen. Dort stabilisierten sich die Leistungen – von den letzten acht Partien gewannen die Melser sechs. Darauf lässt sich aufbauen.

Flums zittert und hofft

In der 3. Liga verlor zwar Sargans nach einem schwachen Rückrundenstart den Kontakt zur Spitzengruppe, machte sich aber im Mittelfeld bequem. Genau gleich wie Bad Ragaz, das als Fünfter einen Platz hinter Sargans liegt. Die beiden machen in einem Fernduell das beste Sarganserländer Team in der 3. Liga untereinander aus. 

Ein Punkt zum Ligaerhalt fehlt noch dem FC Walenstadt, der nach einer Niederlagenserie Aufstiegstrainer Nebojsa Djukic freistellte. Unter der Regie von Spielertrainer Agron Beqiri und seinen Assistenten René Manhart und Markus Gmür fanden die Stadtner wieder zurück in die Spur. Eine Niederlage am Sonntag gegen das sechstplatzierte Netstal würde sie aber wieder in Bedrängnis bringen, wenn die Teams unter dem Strich punkten.

Deutlich schlechter sieht die Situation beim FC Flums aus. Nachdem Ignacio Novoa als Spielertrainer zusammen mit Roger Gubser die Flumser übernahm, schien eine Rettung wie im Vorjahr möglich. Doch in den letzten vier Spielen holte die Banau-Elf nur noch drei Punkte und rutschte wieder ans Tabellenende ab. So ist im letzten Spiel auswärts gegen die Reserven von Chur 97 unbedingt ein Sieg nötig, um noch Hoffnungen auf den Ligaerhalt zu hegen. Gleichzeitig müssen die Flum-ser auf Schützenhilfe von Bad Ragaz und Schluein Ilanz hoffen, die ge-gen die direkten Flumser Kontrahenten Valposchiavo und Rhäzüns mindes-tens einen Punkt holen müssen. Ein Zäh-ler beträgt der Flumser Rückstand auf die beiden. Alle 3.-Liga-Spiele werden am Sonntag, 16 Uhr, angepfiffen. 

Ein Sieg kann Taminatal retten

Zittern ist auch angesagt beim FC Taminatal in der 4. Liga. Nach der Rückkehr zu Beginn der Hinrunde auf das heimische Rietli sah es zwar gut aus mit dem Ligaerhalt, zuletzt vier Niederlagen in Serie liessen die «Talni» aber wieder in Abstiegsgefahr abrutschen. Mit einem Sieg im morgigen Heimspiel gegen Untervaz kann der FCT aber aus eigener Kraft die Klasse sichern. Bei einer Niederlage muss das Resultat des punktgleichen Vals abgewartet werden. Nach Strafpunkten liegt Taminatal vorn. 

(mehr in der gedruckten Ausgabe vom Freitag)

 


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Beinahe ein Rad ab – und andere Gerichtsgeschichten

Das Kreisgericht in Mels öffnet morgen seine Pforten. So lässt sich jene Bühne aufsuchen, auf der sich über die Jahre so viele kleine und grosse Dramen abspielen, zuweilen auch Tragödien und manchmal Komödien. Ein Vorgeschmack.

Der Berg ruft – und behält viele, die seinem Schrei folgen

Ein herrlicher Sommer, wie es ihn nirgends zu verbringen schöner war und ist, als hoch oben in den Bergen. Doch das Gebirge fordert immer wieder Opfer. Dieses Jahr sogar erschreckend viele, wie eine aktuelle Statistik des Schweizer Alpen-Clubs zeigt.

«Da war es schon zu spät»

Der Glarner Schriftsteller Walter Hauser hat mit seinem Buch «Hoffen auf Aufklärung» Salz in zwei im Sarganserland nicht verheilte Wunden gestreut. Ob das Werk hilft, sechs Jahre alte Tötungsdelikte in Bad Ragaz und Vilters zu klären, ist offen. Bei der St.  Galler Staatsanwaltschaft sind die Fälle sistiert.

Nach Sturz bewusstlos

Am Dienstagvormittag (18. September) hat sich ein 56-jähriger Arbeiter in Sargans beim Sturz von einem Gerüst am Kopf verletzt. Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden.

Klartext zur Kanti gefordert

Ein von drei Sarganserländer Kantonsräten eingereichter Vorstoss zur Erweiterung der Kantonsschule Sargans will von der Regierung deutliche Antworten. Insbesondere zur Frage, ob dem letzten verbliebenen Einsprecher, Ralph Windmüller, genügend Gehör geschenkt worden ist.

Der kleine Sarganser Kirchplatz als grosse Bühne

Sargans hat mit dem «Dorfplatz» der SRF Musikwelle eine intensive Woche hinter sich – am Samstag ging sie mit der Live-Sendung «Potzmusig unterwegs» zu Ende. Ein Rückblick mit Gemeinderatsschreiber Urs Becker.