Freitag, 19. Februar 2016 | 08:44

Hoffen auf den Endspurt

Zehn Tage vor den Kantonsratswahlen haben, je nach Gemeinde, 20 bis 25 Prozent der Wahlberechtigten brieflich gewählt. Auf den Gemeindeverwaltungen rechnet man mit einer recht hohen Wahlbeteiligung.

von Heinz Gmür

Es wird fleissig gewählt. Auf allen Sarganserländer Gemeindeverwaltungen sind bis Mitte der Woche bereits Hunderte Stimmkuverts eingegangen. 20 bis 25 Prozent der Bürgerinnen und Bürger hätten bereits von ihrem Stimm- und Wahlrecht Gebrauch gemacht, so der Tenor.

Ob das auf eine tiefe, eine mittlere oder eine hohe Wahlbeteiligung hinweist? Die Experten tippen auf eine eher hohe Beteiligung. «Bis heute sind rund 700 oder 22 Prozent briefliche Stimmen eingegangen, erklärte beispielsweise Patrick Schlegel, Gemeinderatsschreiber von Vilters-Wangs, am Mittwoch. «Das deutet auf eine hohe Beteiligung hin, weil vor einer Abstimmung oder Wahl erfahrungsgemäss der Grossteil der Stimmen in der letzten Woche eingeht.»

Es wird noch etwas gehen

Schlegels Bad Ragazer Amtskollege -Mario Bislin spricht bisher von einer «mittleren Beteiligung», erwartet «den grossen Schub aber in den nächsten Tagen». In Walenstadt konnte Gemeinderatsschreiberin Jasmin Romer bereits gegen 24 Prozent eingegangener Stimmzettel vermelden. In Mels waren es bereits stolze 1300 Stimmkuverts, eine Zahl, die «auf eine hohe Stimmbeteiligung» hindeute. Gar mit 40 bis 50 Prozent Wahlbeteiligung rechnet man laut Daniel Bislin in Pfäfers.

Eine «hohe Beteiligung» erwartet auch der Quartner Gemeinderatsschreiber Albin Gätzi, und in Flums, wo rund 20 Prozent briefliche Stimmen eingegangen sind, verweist Gemeinderatsschreiber Stefan Honegger ebenfalls darauf, dass «bei Wahlen eher bis zum Schluss abgewartet wird». Dem pflichtet der Sarganser «Schreiber» Urs Becker bei: «Tendenziell tippe ich auf eine recht hohe Stimmbeteiligung, da in der letzten Woche und am Wahlwochenende ein Grossteil der Eingänge erfolgt.»

Ob es diesmal für eine hohe Wahlbeteiligung reicht? Die letzten drei Kantonsratswahlgänge gereichten den Wahlberechtigten nicht zu überaus grosser Ehre: 2012 betrug die Wahlbeteiligung 37,5 Prozent, vier Jahre vorher waren es gar nur 35 und acht Jahre zuvor lediglich 37 Prozent gewesen. Die tiefste regionale Wahlbeteiligung wurde dabei stets in Bad Ragaz festgestellt – 2008 beispielsweise 31,2 Prozent. Am häufigsten zur Urne ging man stets in der Gemeinde Pfäfers – vor vier Jahren wählte hier beispielsweise jede(r) Zweite.


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