Dienstag, 16. April 2019 | 10:26

Kantonspolizei St. Gallen bestätigt Schädelfund in Vilters

Ein Passant hat in Vilters den Schädel eines seit August 2018 vermissten Asylsuchenden gefunden. Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigte am Dienstag Vormittag gegenüber dem «Sarganserländer» eine entsprechende Meldung von «20 Minuten online».

von Reto Vincenz

Wie Kapo-Mediensprecher Florian Schneider auf Anfrage sagte, seit der Schädel am 31. März in unwegsamen Gelände gefunden worden. Die Kantonspolizei habe anschliessend auch die weiteren Überreste des 32-Jährigen Mannes bergen können. DNA-Tests hätten die Identität des Vermissten bestätigt. Es handelt sich um einen türkischen Staatsangehörigen. Die sterblichen Überreste sind gemäss Schneider dem Institut für Rechtsmedizin übergeben worden, man warte derzeit auf das Gutachten. Es gebe derzeit keine Hinweise auf ein strafbares Delikt, so Schneider.

Keine Hinweise auf Enthauptung

Gemäss «20 Minuten online» sei die Kantonspolizei St. Gallen in kurdischen Medien für ihr Vorgehen im letzten Sommer kritisiert worden. Die Polizei habe nicht genügend nach dem Vermissten gesucht, so der Vorwurf.  Schneider sagte, man habe nach der Vermisstenanzeige am 24. August 2018 entsprechende Abklärungen getätigt, aber keinerlei Anhaltspunkte auf einen möglichen Grund für das Verschwinden gefunden. Nach dem Mann sei gefahndet worden.

Weiter schreibt das Online-Portal, dass im «Sonnenberg» nun die Angst umgehe, weil dort das Gerücht die Runde mache, der Mann sei geköpft worden. Gegenüber dem «Sarganserländer» sagte Schneider, dass es dafür aber «keinerlei Hinweise gebe». Der Körper habe sehr lange im Wald gelegen, was sich entsprechend ausgewirkt habe.

 


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