Mittwoch, 16. September 2015 | 16:42

Mels und Wangs öffnen Zivilschutzanlagen für Flüchtlinge

In Mels und Wangs sind am Mittwoch Zivilschutzanlange als Notunterkünfte für über die Ostgrenze eintreffende Flüchtlinge geöffnet worden. Vorbereitet und in Betrieb genommen wurden sie von den Gemeinden und der Regionalen Zivilschutzorganisation Pizol (RZSO).

von Reto Vincenz

Im Laufe des Nachmittages wurden auch die ersten Asylbewerber einquartiert. Ein Teil ist gemäss Augenzeugenberichten allerdings in Eigenregie wieder weitergereist. Grund für die Notmassnahme ist das überfüllte Bundeszentrum in Altstätten. Die Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) hatte die Gemeinden kürzlich aufgefordert, geeignete Unterkünfte für die temporäre Unterbringung von Flüchtlingen zu bestimmen.

Deutlich gemacht wurde von den Zuständigen, dass die Gemeinden ihre Anlagen «nur» als Notunterkünfte zur Verfügung stellen würdem. Dies, bis das zuständige Staatssekretariat für Migration die Asylsuchenden in seine Strukturen in den Bundesempfangszentren übernehmen könne. Wie lange die Massnahme dauert und wie viele Flüchtlinge sich in den Anlagen in Mels und Wangs jeweils aufhalten werden, bleibt angesichts der nicht planbaren Entwicklungen in der Flüchtlingskrise vorerst offen (mehr in der gedruckten Ausgabe vom Donnerstag).



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