Donnerstag, 1. März 2018 | 21:58

Moment der Weichenstellung

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des regionalen Pflegeheims Sarganserland in Mels ist auch die verstärkte Zusammenarbeit aller Alters- und Pflegeheime in der Region plus der Spitex ein Thema. In den nächsten Wochen müssen die Gemeinden (und die Spitex) Farbe bekennen.

von Hans Bärtsch


Die Erweiterung und Sanierung des Pflegeheims Sar­ganserland ist auf gutem Weg. Mit der baulichen Erneuerung soll auch eine inhaltliche einhergehen. Angestrebt wird ein Pflegezentrum mit einem Ansatz, der sich integrierte Versorgung nennt. Eine solche umfasst sämtliche Angebote im ambulanten und stationären Bereich in einer Region. Mithin sind also alle Alters- und Pflegeheime angesprochen. Was es andernorts bereits gibt, wird im Sargan­serland schon seit geraumer Zeit diskutiert, aber noch nicht mehr. Jetzt soll es indes ernst werden, wie es am Mittwoch an einer Informationsveranstaltung in Sargans hiess. Konkret sollen die politischen Gemeinden Farbe bekennen, ob sie als Mitglieder des Zweck­­verbandes regionales Pflegeheim Sarganserland an einer vertieften Zusammenarbeit interessiert sind.


Spitex in Schlüsselrolle
Die Herausforderungen, die im Bereich Langzeitpflege anstehen, müssten einen solchen Schritt eigentlich als logisch erscheinen lassen. Aber er würde natürlich auch bedeuten, Liebgewor­de­nes fallen zu lassen. Nebst den Heimen, beziehungsweise Gemeinden, kommt der Spitex eine Schlüsselrolle zu. «Ohne Spitex-Leistungen können die Chancen zugunsten der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen nicht genutzt werden», sagt Guido Fischer, Präsident des Zweckverbandes Sarganserland. Wie Fischer ausführt, haben sich in den vergangenen Jahren ergänzend zu den traditionellen Alters- und Pflegeheimen sowie der Spi­tex verschiedene neue Wohnformen und Leistungsangebote etabliert; ein Beispiel sei Wohnen mit Service. Die Zunahme der Angebote führe auch zu einer Zersplitterung, sprich Unübersichtlichkeit. Viele Kunden wünschten sich aber alles aus einer Hand.


Beispiel Thurvita
Ein Anbieter einer solch integrierten Versorgung ist die Organisation Thur­vita im Raum Wil-Bronschhofen. Ein Vertreter von Thurvita erläuterte am Mittwoch, dass Menschen nie gerne in ein Heim gehen. Heute gebe es andere Möglichkeiten, aber die müsse man schaffen. Wichtig sei, daran zu arbeiten, bevor der Leidensdruck durch äussere Umstände dazu zwinge.

 

(Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe vom Freitag, 2. März)


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Nirgendwo gackert es mehr als in Vilters-Wangs

Vergleicht man die Zahlen der Nutztiere in den acht Gemeinden des Sarganserlandes, fallen zwei Punkte besonders auf: Vilters-Wangs beherbergt eine grosse Anzahl an Geflügel, und Flums kann, was die Anzahl Schafe und Ziegen in der Gemeinde anbelangt, sogar mit der nationalen Spitze mithalten. Das lässt sich aus jüngst veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik herauslesen.

Geisterfahrer auf der Autobahn

Da hat jemand aber zuviel Eierlikör getrunken – am späteren Ostersonntag haben mehrere Personen bei der kantonalen Notrufzentrale einen Geisterfahrer auf der A13 bei Mels gemeldet, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Montag mitteilte.

Zwei Wanderer abgestürzt und schwer verletzt

Am Samstag Nachmittag (20. April) sind eine 54-jährige Frau und ein 68-jähriger Mann auf einer Wanderung in Trübbach im Grenzgebiet zum Sarganserland, unterhalb des Maziferchopf, rund 50 Meter in ein Bachbett abgestürzt. Sie wurden schwerverletzt mit Helikoptern ins Spital geflogen.

Seniorin in ihrem Auto ausser Kontrolle

Am Donnerstagvormittag hat eine 86-jährige Frau in Buchs die Kontrolle über ihr Auto verloren. Nach mehreren Kollisionen prallte das Auto an der Grünaustrasse in ein Schaufenster. Die Fahrerin wurde unbestimmt verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken, wie die Polizei schreibt.

Alfa Giulietta in Diebeshand

In Walenstadt hat eine Alfa Romeo Giulietta den «Besitzer» gewechselt: Wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt, hat zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen an der Sarganserstrasse eine unbekannte Täterschaft ein Fenster einer Autogarage eingeschlagen. Sie stahl einen Schlüssel und entwendete das entsprechende Auto auf dem Vorplatz. Die Alfa Romeo Giulietta war ist in Grau lackiert, ohne Kennzeichen und mit einem Kleeblatt-Aufkleber auf einer Seite. Am Fenster entstand Sachschaden von rund 200 Franken.

Areg will Sondernutzungsplan Justushof nicht bewilligen

Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St. Gallen will den vom Flumser Gemeinderat am 22. Januar 2018 erlassenen Sondernutzungsplan Justushof nicht genehmigen. Grund dafür ist in erster Linie der Erhaltungswunsch der Villa Gassner. Der Ball liegt jetzt bei der politischen Gemeinde Flums.