Donnerstag, 14. Dezember 2017 | 14:21

Polizisten massiv beschimpft und bedroht

Ein Ausraster in einem Sarganser Einkaufsgeschäft hat für einen 57-jährigen Schweizer gröbere Folgen. Gegen ihn wird Anklage erhoben.

Die St. Galler Staatsanwaltschaft beschuldigt den Mann wegen mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Sie fordert eine unbedingte Freiheitsstrafe von 10 Monaten und eine Busse, wie sie gestern Donnerstag in einer Medienmitteilung schreibt. Der Vorfall ereignete sich gemäss Darstellung der Staatsanwaltschaft vor gut einem Monat am 2. November kurz vor 19 Uhr. An diesem Abend seien Polizisten der Kantonspolizei zu einem Verkaufsgeschäft in Sargans gerufen worden, um einen Diebstahl aufzuklären. Das damalige Verhalten des mutmasslichen Ladendiebs ist nun Grund für die Anzeige.


Arschlöcher, Bullensäue und eine selbstgebastelte Düngerbombe
Dem Mann wird vorgeworfen, die beiden ausgerückten Polizisten zunächst als «Arschlöcher, Bullensäue und Wichser» beschimpft zu haben, wie die Staatsanwaltschaft wörtlich mitteilt.  Danach habe er gemäss Anklage eine Taschenlampe an sich genommen und einen Beamten mit den Worten «Komm nur du Arsch, ich bin bereit» zum Kampf aufgefordert. Ferner wird ihm vorgeworfen, einem der beiden Polizisten damit gedroht zu haben, ihn fertig zu machen und ihm beim nächsten Aufeinandertreffen ein Messer in den Rücken zu stechen. Daneben wird er beschuldigt, damit gedroht zu haben, den Polizeistützpunkt Mels mit einer selbstgebastelten Bombe aus Dünger in die Luft zu sprengen.


Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen hat gegen den mehrfach einschlägig vorbestraften 57-jährigen Schweizer Anklage wegen mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Hausfriedensbruchs und geringfügigen Diebstahls beim Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland erhoben, wie sie mitteilt. Es wird eine unbedingte Freiheitstrafe von zehn Monaten und eine Busse von 100 Franken beantragt. (sl)


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