Mittwoch, 28. Februar 2018 | 21:34

Rechnung von Walenstadt schliesst erfreulich ab

Ein Überschuss von 1,5 Millionen Franken per 2017 und eine Steuerfusssenkung von vier Prozent per 2018 – finanziell ist die politische Gemeinde Walenstadt bestens unterwegs. Das Budget des laufenden Jahres sieht ebenfalls einen Überschuss vor.

von Hans Bärtsch

Anstelle eines ausgeglichenen Budgets schliesst die Jahresrechnung der politischen Gemeinde Walen­stadt mit einem Ertragsüberschuss von 1,5 Millionen Franken ab; dem Aufwand von 33 Millionen steht ein Ertrag von 34,5 Millionen gegenüber. Das erfreuliche Ergebnis ist in erster Linie auf zusätzliche Steuereinnahmen in der Höhe von knapp 800 000 Franken in den Bereichen  Gemeindesteuern (Einkommens- und Vermögenssteuern, Grundsteuern, Handänderungssteuern) und Einnahmeanteilen (Gewinn- und Kapitalsteuern, Grundstückgewinnsteuern, Quellensteuern) zurückzuführen. Weiter wirkten sich Minderausgaben im Bereich Bildung von rund 400 000 Franken positiv aus. «Wir sind zufrieden mit diesem Abschluss», kommentiert Gemeindepräsident Angelo Umberg das Jahresergebnis 2017 der Gemeinde Walenstadt.


Die 1,5 Millionen Einnahmenüberschuss reihen sich ein in die positiven Ergebnisse der Vorjahre: plus 2,1 Millionen 2015 und plus 1,2 Millionen 2016. Die letzten drei Jahre zusammengezählt ergibt sich ein Überschuss von 4,8 Millionen Franken. Aufgrund dieser Einnahmenüberschüsse der letzten Jahre sowie des markanten Rückgangs der Amortisationslasten beantragt der Gemeinderat von Walenstadt der Bürgerschaft eine Reduktion des Steuerfusses um vier Prozent.


Der Steuerfuss allein ist es nicht
Was sind in Walenstadt die längerfristigen Ziele, was den Steuerfuss anbelangt? «Wir beurteilen die Situation von Jahr zu Jahr», führt Umberg dazu aus. Im Klartext wird das Ergebnis 2018 und werden zudem die Auswirkungen des Rechnungs­modells der St. Galler Gemeinden (RMSG) abgewartet. «Dann», so Umberg, «wird sich der Gemeinderat Gedanken machen und an der Bürgerversammlung einen entsprechenden Antrag stellen». Umberg betont allerdings auch: «Der Steuerfuss alleine ist nicht das entscheidende Qualitätsmerkmal einer prosperierenden Gemeinde.» Das Budget 2018 sieht im Übrigen einen Einnahmenüberschuss von 200 000 Franken vor.
Diverse Investitionsvorhaben
Was steht im laufenden Jahr an wichtigen Investitionen an? Gemeindepräsident Umberg nennt im Bereich Tiefbau Investitionen am Strassennetz, an einigen Brücken und Parkplätzen. Auch in den Folgejahren seien in diesen Bereichen Investitionen notwendig. Aufschluss gebe ein in Auftrag gegebenes Strassenbau- und Infrastrukturprogramm. Weiter würden in Zusammenhang mit der Ausgliederung des Alters- und Pflegeheims Riva, dem Neubau der Mehrzweckhalle am See sowie der Dachgeschosssanierung des Rathauses Investitionen anfallen.


Bahnhofstrasse, ARA
und Tscherlerbach
Im letzten Jahr seien die Bauarbeiten an der Bahnhofstrasse sowie die Biologiesanierung der Abwasserreinigungsanlage ARA abgeschlossen und die langfristigen Massnahmen zur Sicherung des Tscherlerbaches ausgeführt worden.
Die Bürgerversammlung der politischen Gemeinde Walenstadt findet am Freitag, 6. April, statt. Beginn ist um 20 Uhr in der katholischen Kirche.


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