Dienstag, 14. Januar 2020 | 10:07

Regierungen bestätigen: Kantonsübergreifende Spitalplanung wird geprüft

Es hat sich gestern bereits abgezeichnet, nun ist es offiziell. Die Regierungen der drei Kantone St. Gallen, Glarus und Graubünden prüfen eine gemeinsame Spitalplanung, wie sie soeben in einer gemeinsamen Medienmitteilung bekannt gegeben haben. Für das Spital Walenstadt ist es eine hoffnungsvolle Nachricht.

von Reto Vincenz

Wie es in der Mitteilung heisst, möchten «die Gesundheitsdirektorin und -direktoren – Heidi Hanselmann, St. Gallen, Rolf Widmer, Glarus, Peter Peyer, Graubünden – die Zusammenarbeit im Bereich der stationären Gesundheitsversorgung stärken». Zu diesem Zweck werden sie den jeweiligen Regierungen eine entsprechende Absichtserklärung unterbreiten und bis Mitte Februar zur Verabschiedung vorlegen.

Rückenwind für IG Sardona

Damit hält die IG Sardona Rückenwind, welche gestern in Vilters die Idee einer Gesundheitsregion Südostschweiz vorgestellt hatte. Ebenfalls bestätigten gestern die beiden Kantonsspitäler Chur und Glarus, dass sie an einer solchen Gesundheitsregion (Chur, Sarganserland, Glarus) Interesse haben (der «Sarganserländer» berichtete).

Hinter den Kulissen wurde gestern denn auch bereits bekannt, das parallel zur Medienorientierung in Vilters die Gesundheitsdirektorin und -direktoren der drei Kantone zusammen sitzen und über eine kantonsübergreifende Spitalplanung diskutieren. Heute Dienstag Vormittag (14. Januar) folgte nun in Form einer gemeinsamen Medienmitteilung und der Ankündigung einer Absichtserklärung die offizielle Bestätigung für diese Informationen. 

Wie es in diesem Communiqué weiter heisst, sei das Ziel der drei Kantone «die Zusammenarbeit in allen Bereichen des stationären Gesundheitswesens». Dazu gehören die Bereiche Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation. Im Mittelpunkt stehe eine qualitativ hochstehende und bedarfsgerechte Versorgung für die Bevölkerung über die Kantonsgrenzen hinweg. Die Prüfung solle aufzeigen, «wie sich eine stärkere Zusammenarbeit auf die Patientenströme auswirken» würde. Ebenso soll aufgezeigt werden, wie die Tarife und Spitallisten ausgestaltet werden müssten», heisst es. Für alle drei Gesundheitsdirektoren gelte der Grundsatz, dass durch «eine stärkere Zusammenarbeit keine Mengenausweitung erfolgen darf.»

Gute Nachricht für Walenstadt

Die IG Sardona wird von den drei Kantonen in der Medienmitteilung nicht erwähnt. Allerdings darf vermutet werden, dass deren Gang an die Öffentlichkeit zusammen mit den Vernehmlassungen der Kantonsspitäler Chur und Glarus zur neuen St. Galler Spitalstrategie die Regierungen der drei Kantone in Zugzwang gebracht haben. Für das Spital Walenstadt ist diese neue Entwicklung als sehr positiv einzustufen. Zwar sind viele Fragen noch offen und ist der Weg für die Realisierung einer Gesundheitsregion Südostschweiz – dies dürfte ein Arbeitstitel sein – unbestritten noch lang. Trotzdem ist die vorher praktisch erloschene Hoffnung auf einen Erhalt des Sarganserländers Spital inklusive stationärem Angebot nun wieder neu belebt worden.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

St. Gallen verpasst Sprung auf den Thron

St. Gallen und die Young Boys sind in der Super League wieder punktgleich. Der FCSG musste sich in Lugano mit einem 3:3 begnügen. In beiden Halbzeiten verschliefen die Gäste den Start, zudem schwanden wiederum die Kräfte.

Pascale Dürr: «Artikel auf 'Blick online' stellt Sachverhalt falsch dar»

Die Stadtner Schulratspräsidentin Pascale Dürr hat am Donnerstag Mittag schriftlich Stellung zu den Online-Berichterstattungen rund um ein Abschlussfest einer Stadtner Oberstufenschulklasse bezogen. Die Artikel basieren auf einem offenen Brief von Eltern, deren Kinder an dem Fest teilgenommen hatten. Darin wird ausgeführt, Dürr habe den Jugendlichen harten Alkohol zur Verfügung gestellt. Nach dem «Blick» berichtete auch der «Sarganserländer» am Mittwoch Abend online. Am Donnerstag nahmen zahlreiche weitere nationale Medienportale das Thema mit Verweis auf «Blick online» auf. Dürr wies am Donnerstag Mittag insbesondere die Darstellung von «Blick online» als falsch zurück. Weder habe sie das Fest organisiert, noch sei sie eine Aufsichtspflicht eingegangen, schreibt Dürr. Falsch sei auch, dass sie den Jugendlichen den Alkohol in einer Kiste überreicht habe. Auch gebe es keine Hinweise für ein stattgefundenes «Saufgelage», so Dürr. Der «Sarganserländer» publiziert die schriftliche Stellungnahme der Stadtner Schulratspräsidentin nachfolgend im Originalwortlaut.

Stadtner Schulratspräsidentin nach Schulschlussfest in der Kritik

Die Walenstadter Schulratspräsidentin Pascale Dürr soll für eine Abschlussklasse der dritten Oberstufe «harten» Alkohol besorgt und diesen den Minderjährigen für eine Schulschlussfeier in Flumserberg ohne Aufsicht zur Verfügung gestellt haben. Betroffene Eltern üben in einem offenen Brief harsche Kritik – Dürr wollte am Mittwoch (8. Juli) keine Stellung nehmen und vertröstete auf den Donnerstag (9. Juli). Am späteren Mittwoch Abend machte dann «Blick online» die Geschichte aber bereits publik.

Der BVB kommt wieder nach Bad Ragaz

Der deutsche Fussball-Bundesligist Borussia Dortmund wird zum zehnten Mal sein Sommer-Trainingslager in Bad Ragaz abhalten. Geplant ist der Jubiläumsaufenthalt vom 10. bis 17. August – allerdings ohne Fans.

Investitionen in «Oskar» bringen nur bedingt Vorteile

Vergangene Woche hat die St. Galler Regierung eine Million Franken zur Entlastung der Tourismusbranche im Kanton gesprochen. Konkret soll in die Gästekarte «Oskar» investiert werden – ein Projekt, das in einer Grenzregion wie dem Sarganserland kaum vertreten und nicht gänzlich unumstritten ist.

Tödlicher Unfall auf der A3 – Autobahn bleibt länger gesperrt

Bei einem schweren Selbstunfall im Bereich des Raischiben-Tunnels auf der A3 am Walensee, hat heute Dienstagvormittag eine Person ihr Leben verloren, wie der Leiter Kommunikation der Kantonspolizei St. Gallen, Hanspeter Krüsi, gegenüber dem «Sarganserländer» sagte. Eine weitere Person wurde schwer verletzt.