Freitag, 31. Juli 2020 | 22:39

Titel verpasst, aber Rang 2 gesichert

Mit einer 6:0-Heimgala hat der FC St. Gallen sein letztes Heimspiel dieser Super-League-Saison gegen den inferioren Absteiger Xamax Neuchatel gewonnen. Da die Youngs Boys aber gleichzeitig gegen Sion mit 1:0 siegten, geht der Titel zum dritten Mal in Serie nach Bern.

von Reto Voneschen

6:0 hatte der FC St. Gallen das letzte Heimspiel der Saison gegen Xamax Neuchatel gewonnen. Doch ausgelassene Feierstimmung wollte bei den Akteuren nach Spielschluss nicht aufkommen. Gleichzeitig feierten dafür im Wallis die Berner Young Boys nach einem weiteren 1:0-Minisieg den dritten Titel in Serie. Vor dem Aufeinandertreffen der beiden Saisondominatoren am Montag in Bern liegen die Young Boys uneinholbar mit fünf Punkten Vorsprung in Führung.
Mit dem 6:0 hat sich der FC St. Gallen aber Rang 2 gesichert und sind damit für die dritte Qualifikationsrunde der Europa League qualifiziert. Ein Riesenerfolg für die junge Truppe von Peter Zeidler. Einer, der vor allem unerwartet kam. Mit Standing Ovations feierten die 1000 zugelassenen Fans ihre Lieblinge auch nach Spielschluss.

Schon nach einer halben Stunde sangen die FCSG-Fans selig «so ein Tag so wunderschön wie heute». 4:0 stand es da schon. Cédric Itten schnürte einen Hattrick (3., 11, 31.) und Ermedin Demirovic (33.) zum 4:0 sorgten für Hochstimmung im Kybunpark. Ohne Torhüter Laurent Walthert wäre das inferiore Xamax Neuchatel mit einem noch höheren Rückstand in die Kabine gegangen, ebenfalls wurde ein vierter Treffer Ittens (7.) nach VAR-Konsultation nicht gegeben.
Die St. Galler konnten schalten und walten wie ihnen beliebte, Neuenburgs Trainer Stéphane Henchoz wechselte bereits nach 34 Minuten zwei neue Spieler ein, zwei weitere nach der Halbzeit. Kurz danach erhöhte Jérémy Guillemenot mit einem Doppelpack (50./52.) aber bereits auf 6:0. Weitere Treffer wollten keine mehr fallen. Entweder Walthert oder die Torumrandung legten ihr Veto ein.

So kommt es Montag zum Abschluss dieser speziellen Saison noch zu einem Spitzenkampf, bei welchem es mehr um das Prestige geht. Das 3:3 Ende Februar hat in St. Gallen niemand vergessen – der Sieg des FCSG wurde ihm quasi von den Unparteiischen «geklaut».


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