Freitag, 9. Oktober 2020 | 13:30

Zwei Junioren schreiben Schweizer Tennis-Geschichte

Der historische Schweizer Final am French Open ist perfekt: Dominic Stricker und Leandro Riedi duellieren sich am Samstag bei den Junioren um den Titel.

Der historische Schweizer Final am French Open ist perfekt: Dominic Stricker und Leandro Riedi duellieren sich am Samstag bei den Junioren um den Titel.

Nach Strickers Dreisatzsieg gegen den Argentinier Juan Bautista Torres (6:0, 5:7, 6:0) zog Leandro Riedi mit einem 6:3, 6:1 gegen den Niederländer Guy Den Ouden nach. Es ist der erste rein schweizerische Final an einem Grand-Slam-Turnier. Für beide ist es der letzte Anlauf auf Juniorenstufe.

Der 18-jährige Berner Stricker gab in seinem fünften Spiel in Paris erstmals einen Satz ab. Dennoch setzte sich der als Nummer 7 gesetzte Schweizer verdient durch. Gegen Torres, der tags zuvor im Viertelfinal mehr als doppelt so lange auf dem Platz stand und am letzten Wochenende mit seinem prominenten Landsmann Diego Schwartzman trainierte, gab er im ersten Satz lediglich sechs Punkte ab. Auch den dritten Satz gewann er zu null.

Riedi, der als Nummer 8 gesetzt ist, in den bisherigen Duellen mit Stricker aber mehrheitlich die Oberhand behielt, bekundete in seinem Halbfinal nach dem Dreisätzer am Vortag keine Schwierigkeiten.

Stricker und Riedi sind die ersten Schweizer French-Open-Finalisten seit Stan Wawrinka vor 17 Jahren. Wawrinka war 2003 auch der letzte Schweizer Grand-Slam-Sieger bei den Junioren. Vor ihm hatten einzig Heinz Günthardt (1976 in Paris und Wimbledon) sowie Roger Federer und Roman Valent (1998/2001) in Wimbledon als Schweizer Junioren auf Nachwuchsstufe reüssiert. Zu den Grand-Slam-Siegerinnen bei den Junioren gehören Martina Hingis, Belinda Bencic und die inzwischen für Spanien spielende Rebeka Masarova.


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