Dienstag, 30. Juni 2020 | 08:15

Nordamerika-Tochter von Wirecard stellt sich zum Verkauf

Der wegen eines Bilanzskandals ums Überleben ringende deutsche Zahlungsabwickler Wirecard dürfte schon bald seine US-Tochter verlieren. Wirecard North America stellt sich zum Verkauf, wie das US-Unternehmen in der Nacht auf Dienstag mitteilte.

Der wegen eines Bilanzskandals ums Überleben ringende deutsche Zahlungsabwickler Wirecard dürfte schon bald seine US-Tochter verlieren. Wirecard North America stellt sich zum Verkauf, wie das US-Unternehmen in der Nacht auf Dienstag mitteilte.

Die US-Amerikaner betonen in der Mitteilung ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit von dem angeschlagenen Konzern aus Aschheim bei München. "Wirecard North America ist eine selbsttragende Einheit, die weitgehend autonom von Wirecard ist."

Wirecard war erst 2016 mit der Übernahme einer Prepaid-Kreditkartenfirma von der Bad Bank der US-Grossbank Citigroup in den US-Markt eingestiegen.

Der Zahlungsdienstleister, der bargeldlose Geldflüsse zwischen Händlern auf der einen und Banken sowie Kreditkartenfirmen auf der anderen Seite abwickelt, hatte unlängst mutmassliche Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro eingestanden. Daher droht dem Unternehmen, das noch vor nicht allzu langer Zeit als eine der wenigen, wirklich grossen Tech-Hoffnungen Deutschlands galt, die Zahlungsunfähigkeit.


Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Tesla steigt zum weltweit wertvollsten Autobauer auf

Dank des anhaltenden Höhenfluges der Aktie ist Tesla der Autobauer mit dem weltweit höchsten Börsenwert. Das Unternehmen von Elon Musk erreichte am Mittwoch eine Marktkapitalisierung von rund 210 Milliarden Dollar.

Raiffeisen Schweiz schafft individuelle Bonuszahlungen ab

Bei Raiffeisen Schweiz wird es künftig keine individuellen Bonuszahlungen für Mitarbeitende mehr geben. Die Genossenschaftsbank führt per Anfang 2021 ein neues Vergütungsmodell ein.

Coronakrise könnte Schweizer Tourismus 30 Milliarden kosten

Falls die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie ein Jahr andauern, könnte dem Schweizer Tourismus laut der Uno mehr als 31 Milliarden Franken entgehen. Weltweit geht die Uno für den Tourismus von einem 3-Billionen-Loch aus.

Erdogan kündigt strenge Regulierung von sozialen Medien an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine strenge Kontrolle von sozialen Medien angekündigt.

Diesel-Razzia bei Volkswagen und Continental

In ihren Ermittlungen zum Diesel-Abgasskandal hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Geschäftsräume von Volkswagen und dem Autozulieferer Continental durchsucht. Die Ermittler hätten Büros in Hannover, Frankfurt und Regensburg aufgesucht, erklärte Continental.

Umweltschützer fordern schnelleren deutschen Kohleausstieg

Zwei Tage vor dem Parlamentsbeschluss über den Ausstieg aus der Kohlestromerzeugung in Deutschland haben Umweltschützer am Mittwoch mehr Tempo beim Abschalten der Kraftwerke verlangt.