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Leserbriefe
Ausgabe vom 17. AprilZum Artikel «Vogelsterben und falsche Versprechen? Ein nüchterner Blick auf Grot-Maton» | Dienstag, 21. April 2026

Windpark St. Margrethenberg

Raphael Schwitter, Ausserdorf 8, Pfäfers

Als Taminataler und Bürger der Ortsgemeinde Pfäfers danke ich dem «Sarganserländer» für die Informationen zu Windrädern in der Ausgabe vom 17. April.

Angesichts der heftigen Opposition der IG St. Margrethenberg muss auch darauf hingewiesen werden, dass die Haltung der Taminataler gegenüber erneuerbaren Energien positiv ist. Sie haben an der eidgenössischen Abstimmung vom 9. Juni 2024 dem Stromgesetz mit 61 Prozent zugestimmt, und das im Wissen darum, dass auf dem St. Margrethenberg bereits die Vorarbeiten für einen Windpark im Gange waren.

Ein wichtiger Schritt für die Planung eines Windparks war die Aufnahme des Gebietes in den kantonalen Richtplan als potenziell geeignetes Gebiet für Windenergieanlagen. In der Vernehmlassung zur Richtplananpassung 2023 wird der Gemeinderat zum Gebiet St. Margrethenberg wie folgt zitiert: «Der Gemeinderat unterstützt generell die Bemühungen zur Förderung der erneuerbaren Energien – für den Gemeinderat ist es jedoch wichtig, dass dabei auch ausreichend auf den Schutz der Bevölkerung und der Fauna geachtet wird.»

Der Gemeinderat hat auch der Anwendung des kantonalen Sondernutzungsplans als Leitverfahren zugestimmt. Das heisst, dass nicht die Gemeinde, sondern der Kanton die Baubewilligung ohne Volksabstimmung erteilen kann.

Die Ortsgemeinde hat im Jahr 2023 mit überwältigender Mehrheit einem verbindlichen Baurechtsversprechen mit den Initianten zugestimmt, um damit die Planungssicherheit für die Projektträger einerseits und im Falle der Realisierung auch die Entschädigung beziehungsweise Gewinnbeteiligung für die Ortsgemeinde sicherzustellen. Auch die politische Gemeinde wird im Fall der Realisierung am Gewinn beteiligt.

Vor diesem Hintergrund ist es sehr irritierend, wie die IG St. Margrethenberg gegen das Projekt «Grotwind» vorgeht. Noch bevor die Initianten ihre Planungsgrundlagen erarbeitet haben, macht sie faktenfrei Stimmung gegen das Projekt. Sie unterstellt den Bürgerinnen und Bürgern der Ortsgemeinde Pfäfers, sie hätten sich über den Tisch ziehen lassen, und fordert, dass sie sich aus dem Baurechtsversprechen zurückzieht. Als Bürger von Pfäfers empfinde ich das politisch als sehr fragwürdig und persönlich als beleidigend.

Die weitere Planung und das anschliessende Mitwirkungsverfahren werden zeigen, ob der Windpark gebaut werden kann. Bis dahin wäre es für den Lebensraum Taminatal wohltuend, wenn die IG St. Margrethenberg mit ihren Aktivitäten eine Pause einlegen würde.

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