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Keystone-SDA | Mittwoch, 27. Mai 2026

31 Tote bei Luftangriffen im Süden und Osten des Libanons

Bei erneut schweren israelischen Luftangriffen im Süden und Osten des Libanons sind nach dortigen Angaben mindestens 31 Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Die Angriffe ereigneten sich am Dienstag, wie das libanesische Gesundheitsministerium in der Nacht mitteilte.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte jüngst, dass die Armee den Einsatz im Libanon verstärke. Israels Armee verkündete zudem am Dienstag eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze im Süden des Nachbarlandes.

Die israelische Luftwaffe griff libanesischen Angaben zufolge dreimal auch die Umgebung des Karaun-Stausees südöstlich der Hauptstadt Beirut an. Die Behörde für den Litani-Fluss warnte vor "katastrophalen Risiken für Anwohner, Infrastruktur und wichtige Einrichtungen stromabwärts". Karaun ist der grösste Stausee des Landes und entscheidend für die Versorgung mit Wasser und Strom in der Region.

Warnsirenen in Nordisrael nach Beschuss aus dem Libanon

Israels Armee teilte unterdes am Morgen mit, sie habe im Südlibanon ein Hisbollah-Mitglied getötet, das versucht habe, dort eine Drohne zu bergen. In der Nacht hatte es nach Beschuss aus dem Libanon zudem im Norden Israels Luftalarm gegeben. Das Geschoss aus dem Nachbarland traf Militärangaben zufolge auf offenes Gelände.

Eigentlich wurde im Krieg zwischen Israel und dem Libanon im April eine Waffenruhe verkündet, die seitdem zweimal verlängert wurde. Faktisch läuft der Krieg aber weiter. Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah greifen sich gegenseitig fast täglich an. Mit der von Netanjahu angekündigten Verstärkung der Angriffe sowie der Ausweitung der Bodeneinsätze wächst die Sorge, dass israelische Truppen den Libanon wie in den 1980er und 1990er Jahren dauerhaft besetzen könnten.

Die Hisbollah setzt israelischen Medienberichten zufolge neuerdings auch Glasfaserdrohnen ein, die als unempfindlich gelten gegen Störsender. Sie sind über Glasfaserkabel direkt mit den Piloten verbunden. Die Kabel erreichen bis zu 30 Kilometer Länge, womit die Drohnen auch weiter entfernte Ziele treffen können. Ein israelischer Regierungsvertreter sagte dem Sender Channel 12, dass die Armee bisher "hilflos" sei angesichts dieser neuen Bedrohung.

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