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Keystone-SDA | Mittwoch, 09. September 2026

AfD-Chefin Weidel attackiert deutschen Kanzler Merz in Rededuell

Die Chefin der rechtspopulistischen AfD, Alice Weidel, hat ihre Rede in der Haushaltsdebatte des deutschen Parlaments für scharfe Angriffe Richtung Regierung und Kanzler Friedrich Merz persönlich genutzt.

Merz sei im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt nicht nur abgestraft worden, seine Christdemokraten seien "pulverisiert" worden, sagte sie beim ersten direkten Aufeinandertreffen mit dem deutschen Kanzler nach dem Wahlsonntag.

Merz habe die Botschaft der Wähler in Sachsen-Anhalt nicht verstanden. "Das ist auch nicht weiter relevant, weil Ihre Zeit ist ohnehin abgelaufen. Die Bürger wollen den Politikwechsel, und sie werden ihn bekommen", sagte Weidel. Sie wiederholte das Ziel ihrer Partei, absehbar im Bund zu regieren.

Bei der Landtagswahl hatte die AfD mit deutlichem Abstand die meisten Stimmen geholt, die absolute Mehrheit aber verpasst. Die CDU kam mit herben Verlusten auf Platz zwei.

In ihrer Rede griff Weidel die Migrationspolitik der Regierung an und machte diese verantwortlich für Kriminalität und Probleme der inneren Sicherheit im Land. In der Aussenpolitik warf sie der deutschen Regierung "Kriegspropaganda" und eine Verschärfung der Konfrontation mit Russland vor. Die AfD-Chefin kritisierte erneut auch die Energiepolitik. Die Energiewende erdrücke die Wirtschaft. "Die Energiewende ist verlorenes und verbranntes Geld."

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