Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Ajoie und Ambri-Piotta setzen sich in den Top 6 fest
Ajoie und Ambri-Piotta überraschen weiter, Servette, Bern und Davos gewinnen nach Rückstand, die ZSC Lions sind allein auf weiter Flur. Das sind die Fakten der sechs Partien vom Freitagabend.
Ajoie läuft Biel den Rang ab
Die neue Macht im Nordwesten heisst... HC Ajoie. Die überraschenden Jurassier gewinnen das Regionalduell in Biel 5:2 und halten sich hartnäckig in den Top 6, während die höher eingestuften Seeländer auf dem zweitletzten Platz festkleben. Wie meist ist es die Finnenfraktion, die Ajoie auf Kurs bringt. Drei der vier ersten Tore erzielen Julius Nättinen, Julius Honka und Jerry Turkulainen. Ajoie wechselt damit seit zehn Spielen Sieg und Niederlage ab, eine erstaunliche Konstanz für das abgeschlagene Schlusslicht der letzten Jahre. Biel verliert hingegen zum sechsten Mal in den letzten sieben Spielen.
Ambris Auswärtsstärke
Das Stadion in der Leventina mag ein Schmuckstück sein, die Fans heissblütig. Dennoch ist Ambri-Piotta auswärts viel erfolgreicher als zuhause. Mit dem 5:0-Sieg in Kloten steht die Bilanz der Biancoblu auf fremdem Eis bei fünf Siegen und nur einer Niederlage. In der Gottardo Arena gab es erst einen Erfolg. Bei einem taumelnden, in einer Verletztenmisere steckenden Kloten gerät Ambri nie in Gefahr. Der junge Captain Tommaso De Luca und der Kanadier Nate Schnarr im Startdrittel sowie der Finne Roby Järventie mit seinen Saisontreffern 6 und 7 im mittleren Abschnitt sorgen für ein 4:0 bis zur zweiten Pause. Kloten verliert zum neunten Mal in den letzten zehn Spielen, in den letzten vier Heimspielen hat es gerade mal zwei Tore geschossen.
SCL Tigers geben wieder Führung aus der Hand
Genève-Servette trotzt den vielen Verletzten - es fehlen neun Stammspieler - weiter sehr eindrücklich. Im Verfolgerduell gegen die SCL Tigers wendet es einen 0:2-Rückstand nach dem ersten Drittel. Drei Treffer im Schlussdrittel sichern den 4:2-Erfolg. Matchwinner ist mit dem 3:2 in der 54. Minute der eben erst verpflichtete schwedische Verteidiger Adam Boqvist. Jesse Puljujärvi bleibt nach Ablauf seiner Dreispiele-Sperre ohne Tor, verlängert aber seinen Vertrag bis 2030. Die Langnauer müssen sich hingegen ärgern, dass sie wie schon gegen Ajoie - dort waren es sogar drei Tore - einen klaren Vorsprung verspielen.
Davoser Lebenszeichen
Der Playoff-Finalist und überlegene Qualifikationssieger kann doch noch gewinnen. Nach inklusive Champions League fünf Niederlagen in Folge reist der HC Davos mit einem 3:2-Sieg aus Lugano nach Hause. Die Bündner trotzen einer langen Verletztenliste und einem frühen Rückstand. Innerhalb von zwölf Minuten im Mitteldrittel machen Tino Kessler, Filip Zadina und Frédéric Allard aus dem 0:1 ein 3:1. Nach dem Anschlusstreffer von Calvin Thürkauf bringen die Bündner den etwas glückhaften Sieg über die Zeit.
Bern nutzt Lausanner Eigenfehler
Der SC Bern gewinnt erstmals in dieser Saison drei Spiele in Folge. Im ausgeglichenen Duell mit Lausanne profitieren sie auch von "unforced errors" der Waadtländer. Nach einem 1:2-Rückstand treffen Marco Lehmann und Benjamin Baumgartner im Schlussdrittel. Der Siegtreffer des Österreichers zum 3:2 fällt in Überzahl, nachdem Lausanne die dritte Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis kassieren.
ZSC-Serie geht weiter
Die Rekord-Siegserie der ZSC Lions zum Saisonstart geht weiter. Nach drei Erfolgen in der Verlängerung geht es beim 6:3 gegen die Rapperswil-Jona Lakers wieder einmal ohne Drama. Bereits nach neuneinhalb Minuten führen die Zürcher 3:0. Noch vor dem Ende des ersten Drittels erhöht Malte Strömwall, der gegen seinen Ex-Klub wieder einmal aufs Eis darf, auf 4:0. Stattdessen ist diesmal Goalie Simon Hrubec überzähliger Ausländer. Die Lakers stecken nach der fünften Niederlage in den letzten sechs Spielen in einer Krise.
Telegramme:
Biel - Ajoie 2:5 (1:3, 0:1, 1:1)
6470 Zuschauer. - SR Gerber/Arpagaus, Francey/Bichsel. - Tore: 2. Nättinen (Devos, Turkulainen) 0:1. 12. Julius Honka (Turkulainen, Wick/Powerplaytor) 0:2. 15. Fey (Sopa) 0:3. 20. (19:05) Cajka (Bärtschi) 1:3. 31. Turkulainen (Nättinen) 1:4. 43. Haas (Neuenschwander, Sever) 2:4. 60. (59:39) Devos (Tanus) 2:5 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 plus 2mal 5 Minuten (Haas, Andersson) plus 2mal Spieldauer (Haas, Andersson) gegen Biel, 6mal 2 plus 3mal 5 Minuten (Carr, Pilet, Carr) plus 4mal Spieldauer (Carr, Zgraggen, Pilet, Carr) gegen Ajoie. - PostFinance-Topskorer: Sylvegard; Tanus.
Biel: Säteri (33. Östlund); Söderström, Aeschbach; Trutmann, Iakovenko; Burren, Zryd; Luca Christen; Sylvegard, Andersson, Skinner; Sablatnig, Haas, Zwerger; Hofer, Neuenschwander, Sever; Vermin, Cajka, Bärtschi; Villard.
Ajoie: Keller; Anttoni Honka, Zgraggen; Julius Honka, Fey; Christe, Pilet; Horak, Berthoud; Carr, Smirnovs, Tanus; Turkulainen, Devos, Nättinen; Sopa, Wick, Cormier; Robin, Diem, Cavalleri.
Bemerkungen: Biel ohne Grossmann (verletzt) und Rajala (überzähliger Ausländer), Ajoie ohne Gerber (verletzt). Biel von 56:56 bis 58:27 und 58:32 bis 59:39 ohne Torhüter.
Kloten - Ambri-Piotta 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)
4961 Zuschauer. - SR Dipietro/Wedin (SWE), Obwegeser/Hanning (SWE). - Tore: 6. De Luca (Järventie) 0:1. 9. Schnarr (Järventie/Powerplaytor) 0:2. 21. (20:49) Järventie (Schnarr) 0:3. 25. Järventie (De Luca) 0:4. 45. Pestoni (Joly) 0:5. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Kloten, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Puhakka; Järventie.
Kloten: Berra (25. Fadani); Sidler, Lindroth; Johansson, Delémont; Profico, Wolf; Rupli; Puhakka, Ruotsalainen, Meyer; Aberg, Ramel, Luoto; Liniger, Derungs, Keller; Rafael Meier, Schäppi, Weibel; Badrutt.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Dario Wüthrich, Pezzullo; Heed, Worge Kreü; Bachmann, Isacco Dotti; Zaccheo Dotti; De Luca, Schnarr, Järventie; Joly, Kodytek, Pestoni; Muggli, Heim, Müller; Borradori, Manix Landry, Lukas Landry; Bosson.
Bemerkungen: Kloten ohne Gignac, Hausheer, Henry, Hügli, Körbler, Simon Meier, Prassl und Schlumpf (alle verletzt), Ambri-Piotta ohne Häfliger und Virtanen (beide verletzt).
Genève-Servette - SCL Tigers 4:2 (0:2, 1:0, 3:0)
5648 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Stolc (SVK), Steenstra (CAN)/Bürgy. - Tore: 13. Wagner (Ramsauer) 0:1. 18. Dahlen (Kinnunen/Powerplaytor) 0:2. 28. Rutta 1:2. 52. Bozon (Verboon) 2:2. 54. Boqvist (Vesey, Puljujärvi) 3:2. 59. Vesey (Puljujärvi, Bozon) 4:2 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 1mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Puljujärvi; Emil Pettersson.
Genève-Servette: Charlin; Boqvist, Le Coultre; Rutta, Henauer; Sutter, Karrer; Vouardoux; Bozon, Jooris, Ignatavicius; Kneubuehler, Verboon, Miranda; Puljujärvi, Hedlund, Vesey; Achermann, Lemyre, Dandois.
SCL Tigers: Boltshauser; Noah Meier, Riikola; Kinnunen, Nussbaumer; Gian Meier, Baltisberger; Lehmann; Allenspach, Björninen, Mäenalanen; Bachofner, Emil Pettersson, Dahlen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Eggenberger; Petrini, Ramsauer, Wagner; Aeschlimann.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Chanton, Granlund, Hischier, Manninen, Müller, Praplan, Rod, Saarijärvi und Untersander (alle verletzt), SCL Tigers ohne André Petersson, Mathys, Salzgeber (alle krank), Erni und Lapinskis (beide verletzt). SCL Tigers von 58:07 bis 58:46 ohne Torhüter.
Lugano - Davos 2:3 (1:0, 0:3, 1:0)
5830 Zuschauer. - SR Tscherrig/Staudenmann, Cattaneo/Nater. - Tore: 18. Innala (Alatalo, Shore/Powerplaytor) 1:0. 25. Kessler (Parrée) 1:1. 27. Zadina (Andersson, Aeschlimann) 1:2. 37. Allard (Corvi, Zadina) 1:3. 47. Thürkauf 2:3. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Innala; Lemieux.
Lugano: Mayer; Thomson, Mirco Müller; Aebischer, Brian Zanetti; Alatalo, Jesper Peltonen; Cjunskis; Bertaggia, Thürkauf, Innala; Fazzini, Sanford, Lycksell; Kupari, Shore, Tanner; Marco Zanetti, Morini, Olsson; Henry.
Davos: Aeschlimann; Egli, Jung; Allard, Frick; Andersson, Gernat; Van der Kaaij; Frehner, Corvi, Zadina; Kessler, Waidacher, Parrée; Aebli, Nussbaumer, Lemieux; Steiner, Jäger, Tambellini.
Bemerkungen: Lugano ohne Canonica, Dahlström, Guebey und Simion (alle verletzt), Davos ohne Asplund, Gross, Ryfors und Schreiber (alle verletzt). Lugano ab 57:19 ohne Torhüter.
Bern - Lausanne 3:2 (1:1, 0:1, 2:0)
15255 Zuschauer. - SR Wiegand/Stricker, Urfer/Gurtner. - Tore: 7. Abols (Balestra, Marchon) 1:0. 20. (19:33) Carrick (Riat, Lazar) 1:1. 38. Riat (Suomela, Carrick) 1:2. 41. (40:54) Lehmann (Dionicio) 2:2. 45. Baumgartner (Abols, Dionicio/Powerplaytor) 3:2. - Strafen: je 5mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Mitchell; Fuchs.
Bern: Hughes; Mitchell, Dionicio; Balestra, Kreis; Rhyn, Barandun; Füllemann; Bemström, Aaltonen, Milano; Lehmann, Baumgartner, Grossniklaus; Merelä, Abols, Marchon; Scherwey, Graf, Ritzmann; Müller.
Lausanne: Huet; Heldner, Carrick; Loeffel, Baragano; Vouardoux, Sansonnens; Fiedler; Riat, Suomela, Fuchs; Rüegsegger, Lazar, Caggiula; Simic, Bougro, Zehnder; Holdener, Vidal, Fust; Douay.
Bemerkungen: Bern ohne Rohrbach (verletzt) und Lindholm (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Brännström, Czarnik, Fora, Marti, Miller und Oksanen (alle verletzt). Lausanne von 59:10 bis 59:19 und ab 59:35 ohne Torhüter.
ZSC Lions - Rapperswil-Jona Lakers 6:3 (4:0, 1:1, 1:2)
11'335 Zuschauer. - SR Lemelin (USA)/Fritschi, Gnemmi/Bachelut. - Tore: 7. Frödén (Berni) 1:0. 9. (8:48) Knak (Weber, Berni) 2:0. 10. (9:31) Sigrist (Baechler, Baltisberger) 3:0. 18. Strömwall (Balcers, Grant/Powerplaytor) 4:0. 35. Quinn (Pilut, Dünner) 4:1. 40. (39:33) Grant (Lehtonen, Strömwall/bei 5 gegen 3) 5:1. 43. Malgin (Andrighetto, Kukan/Powerplaytor) 6:1. 50. Larsson (Jensen, Fritz/Powerplaytor) 6:2. 53. Wetter (Larsson, Rask/Powerplaytor) 6:3. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 7mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Larsson.
ZSC Lions: Zumbühl; Weber, Berni; Kukan, Marti; Lehtonen, Geering; Schwendeler; Andrighetto, Malgin, Knak; Frödén, Grant, Balcers; Strömwall, Lammikko, Gruber; Bader, Sigrist, Baechler; Baltisberger.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Quinn, Larsson; Maier, Pilut; Dufner, Jelovac; Ustinkov; Jensen, Rask, Fritz; Labanc, Moy, Herzog; Wetter, Dünner, Lammer; Hofer, Hornecker, Graf; Segafredo.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Hrubec (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Capaul (krank).
















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